Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
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Gravieren

Das Gravieren von Glas als Sonderform der Glasveredelung ist die anspruchsvollste Form des Glasschneidens. Es werden natürliche Motive (Pflanzen, Tiere, Menschen), aber auch Schriften reliefartig nachgebildet. Auch sehr feingliedrige Linienmotive werden geschnitten. Die so veredelten Gläser haben einen hohen künstlerischen Wert und sind keine Massenware. Der Graveur arbeitet an einem Gravurwerkzeug. Das Gravieren ist in zwei Arbeitstechniken unterteilt: 

  • Kupfergravur mit Schneidrädchen aus Kupfer (1 bis 100 mm Durchmesser)
  • Steingravur mit Scheifrädchen aus Edelkorund (10 bis 100 mm Durchmesser)
Die Schneidräder sind nach der Art ihres Schneidezweckes entsprechend verschieden groß, verschieden stark und ihr Profil verschieden geformt. Im Gegensatz zum Glasschleifer arbeitet der Graveur nicht am oberen Rand der Schleifscheibe, sondern am unteren Rand. Um die einzelnen Motive plastisch wirksam zu gestalten, werden in ihrer Größe verschiedene Kupfer- oder Edelkorundscheiben verwendet. Das erfordert ein hohes künstlerisches Empfinden, sehr große Fingerfertigkeit und handwerkliches Geschick.

Hierzu Textpassagen aus dem Konzept von Willy Rogenz für Führungen durch das Glasmuseum:

Mit einer Schleifscheibe kann man keine Figuren ins Glas ritzen. Deshalb ist eine weitere Glasveredlung die Gravur. Hier wird z. B. mit einem Kupferrädchen das entsprechende Motiv eingraviert.


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Aktualisierung: 29.11.2016