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Guillochieren

Das Wort "Guilloch" stammt aus dem Französischen und steht für sehr genau ausgeführte verschlungene Linienzeichnungen, zu finden auch meist auf Wertpapieren.

Das Gleiche gilt auch für die Glasveredelung mittels einer Guillochiermaschine. Auch hier werden feine, ineinander verschlungene Linien zu geometrischen Motiven, die auf das Glas übertragen werden. Die Übertragung der Motive erfolgt hier im Gegensatz zur Pantographie nicht über Rollen und Bänder, sondern über verschiedene Zahnradsätze, die wiederum die Aufnahmeteller bzw. das Nadelsystem steuern. Die Gläser, die vorher wie bei der Pantographie mit einer Wachsschicht überzogen wurden, werden auf dem Aufnahmeteller mittels Unterdruck fixiert. Bei Inbetriebnahme der Maschine drehen sich die Aufnahmeteller und die einzelnen Stationen, an denen die Nadelsysteme befestigt sind. Diese werden in eine rotierende Bewegung versetzt. Dadurch wird das Muster in die Wachsschicht eingearbeitet Je nachdem, wie viele Nadeln man verwendet, dementsprechend die Anzahl der parallel verlaufenden Linien, die nach einer Umdrehung des Aufnahmetellers um 360 Grad ineinander verlaufen. Durch verschiedene Zahnradsätze, die schnellere bzw. langsamere Drehbewegungen der Aufnahmeteller bzw. der Nadelstationen bewirken, entstehen andere Motive. 

Die weiteren Arbeitsgänge entsprechen denen der Pantographie.


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Aktualisierung: 01.12.2016