Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
G
lasmuseum Weißwasser !

Museum

Service

Mitgliederbereich

Malerei und Siebdruck

Die Malerei ist wie der Siebdruck eine auftragende Veredelungstechnik. Zum Malen werden Glasschmelzfarben mit Malmitteln und Terpentin vermischt und mit Pinseln aufgebracht. Grundbestandteile der Glasmalfarben sind Quarzsand/-mehl, Bleimennige, Borax, Borsäure, Metalloxide (gemahlenes farbiges Bleiglas).

Veredlungsarten:
  • Deckemails/Farbemails opak (undurchsichtig)
  • Transparentfarben (durchscheinend)
  • Flachfarben (zart durchscheinend)
  • Lüsterfarben
  • Silber-, Gold-, Platinauftrag

Werkzeuge: 

  • Pinsel in verschiedenen Größen
  • Federn und Griffe, Malhörnchen
  • Schwämme
  • Spachtel
  • Reibeplatte aus Glas
Einbrennen der Farben: bei 480 bis 540°C, je nach Glaszusammensetzung.


Manueller und maschineller Siebdruck

Siebdruckschablonen aus Polyamidfasern, Bronze-, Kupfer- oder Stahldrahtgewebe werden mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet und mit dem zu druckenden Motiv (Dia) abgedeckt, belichtet und ausgewaschen, wobei die nicht abgedeckten Flächen durch die Lichteinwirkung erhärten und nur das Motiv durchlässig im Gewebe erscheint.

Manueller Siebdruck: meistens Einfarbendruck mit Nassfarben (angepastet mit Terpentinöl)
Maschineller Siebdruck: Mehrfarbendruck mit thermoplastischen Farben (angepastet mit Wachsen)

Abziehbilder bzw. Schiebebilder werden in der gleichen Art und Weise hergestellt.

Hierzu Textpassagen aus dem Konzept von Willy Rogenz für Führungen durch das Glasmuseum:

Eine weitere Glasveredlung ist die Glasmalerei. Die Glasfarben sind nichts anderes als zermahlenes Farbglas mit Terpentin gemischt. Die bemalten Artikel werden in einen Brennofen gebracht und dann bis zum Erweichungspunkt des Glases (etwa 550 Grad Celsius) erhitzt. Dabei verbindet sich Glas mit Glas. Deshalb geht bei Gläsern meist der Goldrand ab, da dieser kein gemahlenes Glas ist.

In der Vitrine, rechts von der Tür, ist eine Flasche mit dem Bild eines Anglers und der Inschrift „Anglerglück“. Ich frage nach einem Angler unter den Besuchern. Wenn es keinen gibt, kann einer bestimmt lesen. Die meisten Antworten sind: "Ein großer Fisch". Dann sage ich, er möchte einmal durch das Loch im Glas sehen, damit er weiß, was des Anglers Glück ist.


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 29.11.2016