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Sportgeschichte im Glasmuseum
Ausstellung zu 80 Jahren Eishockey in Weißwasser eröffnet

VON Christian Köhler
 



Manfred Buder, Wolfgang Blümel oder Erich Novy sind Beispiele für Namen, die mit dem Eishockeysport in Weißwasser fest verbunden sind. Ihnen und dem Eishockeyverein der Stadt ist eine Ausstellung gewidmet, die am Freitag im Glasmuseum eröffnet wurde: 80 Jahre Eishockey in Weißwasser.

Bis auf den letzten Platz ist am Freitag das Glasmuseum in Weißwasser gefüllt. Vor den Augen von Weißwassers Ex-Bürgermeister Dieter Lößner (CDU) haben Sohn Burkhard und seine beiden Enkel die eröffnenden Worte von Kurator Klaus Hirche und Museumsleiterin Elvira Rauch umrahmt.

"Die Resonanz ist sehr gut", so die Museumsleiterin, "und ich freue mich, dass so viele gekommen sind." Klaus Hirche indes gibt zu verstehen, wie sehr die Arbeit an der Ausstellung gefreut hat und sie nun in Gänze zugänglich ist. "Ich hatte mir zwar erhofft, dass noch ein paar mehr alte Weggefährten zur Eröffnung kommen", räumt er ein, "aber ich freue mich über die Veranstaltung."

Der Vorsitzende des Fördervereins, Horst Fasold, sieht ebenfalls die Ausstellung als großen Erfolg an. "Wir hoffen, dass die Bekanntheit des Museums damit steigt, schließlich wäre ohne die Glasindustrie auch kein Eishockey in Weißwasser möglich gewesen."

Auf das Engste mit der Glasindustrie und dem Eishockey verbunden ist wohl niemand mehr als Heinz Schade, der nicht nur in den 50er-Jahren im Weißwasseraner Nachwuchs dem Puck nachjagte, sondern auch seine Ausbildung im Glasfachwerk absolviert hat. Nach seiner Entscheidung, sich lieber der filigranen Arbeit am Glas zu widmen und die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen, ist er dennoch mit dem Sport in Verbindung geblieben. So hat er nicht nur mehrere Pokale für unzählige Turniere geschliffen, sondern auch eine Diatret-Vase, die er in 350 Arbeitsstunden angefertigt hat, zu der Ausstellung beigesteuert. "Ich habe es mir nicht nehmen lassen, zur Eröffnung zu kommen", beschreibt der Freund des Kurators. "Ich finde es großartig, was Klaus Hirche in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragen hat", würdigt Heinz Schade.

Auch Eckhard Beer aus Weißwasser hält die Ausstellung für gelungen: "Die Spieler von früher kenne ich alle", sagt er, "und sie sind auch noch auf das Engste mit der Stadt verbunden." Ähnlich sieht das Siegfried Girke. "Ich bin 1969 in die Glasmacherstadt gekommen und habe mich schnell für den Eissport interessiert", erinnert er sich. Dass die ehemaligen Dynamo- und Nationalspieler im Rahmen einer Ausstellung gewürdigt werden, findet er durchaus redlich.

Mit dem Eishockey verbunden ist ebenso Marieta Klemt. Allerdings hat sie nicht selbst gespielt, sondern als Lehrerin zahlreiche Eishockeygenerationen vor sich auf der Schulbank sitzen sehen. "Ich bin mit dem Eishockey groß und auch alt geworden", schildert Marieta Klemt, "und in der Ausstellung werden bei mir einige Erinnerungen wach." Eishockey sei das Aushängeschild der Stadt und viele hätten seit mehr als 80 Jahren eine Verbindung mit dem Sport. Und so werden noch bis in den späten Abend Geschichten ausgetauscht, Erinnerungen erzählt und manches ins Jetzt geholt, was längst vergessen schien.

Die Ausstellung ist bis zum 1. März 2015 im Glasmuseum Weißwasser zu sehen.


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 01.12.2014


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Aktualisierung: 02.12.2014
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Kurator Klaus Hirche erläutert den Gästen die Ausstellung.
Foto: ckx