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Fotos vom alten Friedhofsportal in der Jahnstraße gesucht

Von Thoralf Schirmer


Wenn es nach der Denkmalskommission der Stadt Weißwasser geht, dann soll in diesem Jahr im Zusammenhang mit der Sanierung am Standort 1. Grundschule/ ehemalige 1. Mittelschule im Alten Dorf von Weißwasser auch das dort befindliche August-Bebel-Denkmal wieder hergerichtet und sein Umfeld neu gestaltet werden. Das sagte der Vorsitzende der Denkmalskommission Günter Segger gegenüber der RUNDSCHAU. Bislang war das Denkmal für den Vater der deutschen Sozialdemokratie – August Bebel und Karl Liebknecht gründeten 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) – eher unscheinbar zwischen Hecken an der Außenmauer des Schulgeländes verborgen gewesen, zudem anders als das ursprüngliche Denkmal zusammengesetzt.

Ein Vorhaben, das der Denkmalskommission laut Günter Segger auch auf den Nägeln brennt und von dem er hofft, dass es im Jahr 2010 ein Stück weiter auf den Weg gebracht werden kann, ist die Wahrung beziehungsweise Neugestaltung des alten Jahnfriedhofes von Weißwasser. „Wir wollen zunächst den Haupteingang von der Jahnstraße wieder herstellen, und dann auch das dahinterliegende Naturgebiet“, so Segger. Allerdings gebe es zum Portal noch offene Fragen. „Wir hatten erst an ein Holztor gedacht“, sagt der Kommissionsvorsitzende, „aber das kann nicht sein. 1819 hätte man dafür kein Holz verwendet, sondern schmiedeeiserne Tore gehabt.“ Dass es ein solches Tor gegeben haben muss, habe auch Jochen Exner vom Förderverein Glasmuseum aus eigener Erinnerung bestätigt, so Segger. „Wir sind immer noch auf der Suche nach einem Foto, das das Friedhofsportal noch mit diesem Tor zeigt, damit wir eine Orientierung haben, wie die Nachbildung aussehen müsste.“

Schließlich hofft die Denkmalskommission auch, im Jahr 2010 der Einweihung des Gedenkpfades auf dem Friedhof am Forstweg näher zu kommen. Er umfasst die Ehrengräber für Josef Tudyka und Dorothea von Philipsborn, den jüdischen Friedhof, die Gedenkstätte für die gefallenen Soldaten der Weltkriege und den sowjetischen Soldatenfriedhof mit Ehrenmal. Letzterer ist es, der noch in Ordnung gebracht werden müsste, um den Gedenkpfad als Gesamt-Komplex abzuschließen. „Durch Querelen mit der Denkmalsschutzbehörde über die Gestaltung der Gedenkstätte haben wir fast ein Jahr verloren“, bedauert Günter Segger. Inzwischen habe man sich aber über die Frage der Bepflanzung und des Aufstellens von Bänken – sie werden einfach weiter an die Seite gerückt – geeinigt, erklärt der Kommissionsvorsitzende. Nun gehe es allerdings noch um die Frage der Finanzierung. Insgesamt liege die bisherige Projektrechnung bei etwa 30 000 Euro. Ein Teil ist durch Fördermittel des Denkmalsschutzes sicherzustellen, einen Teil habe auch Vattenfall beigesteuert. Das reiche aber noch nicht, um das Projekt auszufinanzieren.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser,  vom 02.01.2010


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Aktualisierung:
04.01.2010


 

Die gemauerten Pfeiler vom Portal des alten Friedhofes an der Jahnstraße stehen noch. Wie aber sah das Tor früher aus? Foto: A. Brinkop