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Weißwasser wägt Kauf der Glasfachschule ab
 



Bei einer Versteigerung in Berlin blieb der Eigentümer erneut auf der Immobilie sitzen. Was aus der Ex-Schule wird, ist offen. Die Stadt prüft jetzt ihre Rechte.

Die Stadträte berieten in nichtöffentlicher Sitzung über eine mögliche Klage gegen den Eigentümer der ehemaligen Glasfachschule. Der Offenbacher Immobilienmakler Peter Barwich hatte das Ensemble im Zentrum von Weißwasser an seine Lebensgefährtin veräußert. Die Stadt hatte durch die Zusendung einer Kopie des Kaufvertrags von dem Deal erfahren. Sie kann nun von ihrem Vorverkaufsrecht Gebrauch machen. Denn solange der Verkauf nicht im Grundbuch eingetragen ist, ist er auch nicht rechtskräftig.

Ob die Stadt nun rechtliche Schritte gegen den Vertragsbruch einlegt, ist vorerst offen. Barwich hatte die insgesamt drei Gebäude 2007 für 200000 Euro ersteigert. Bisher waren alle Versuche gescheitert, Grundstück und Gebäudekomplex zu verwerten. Diverse Projekte mit der Ex-Schule in bester Lage sind gescheitert. Der Ausbau zu einer Seniorenresidenz war ebenso gefloppt wie die Entwicklung von Eigentumswohnungen im Hauptgebäude. Auch die Versteigerung des Ensembles am vergangenen Wochenende brachte kein Ergebnis. Am Sonnabend hatte Barwich die ehemalige Glasfachschule über die Deutsche Grundstücksauktionen AG in Berlin zum Startpreis von 128000 Euro angeboten. Doch der Hammer fiel nicht. Niemand wollte bieten.
 

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, vom 02.04.2013


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E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 02.04.2013


 

Diese Männer machen sich Sorgen um die Zukunft der ehemaligen Glasfachschule. Der eine, Günter Segger (links) ist der oberste Denkmalschützer und Denkmalpfleger von Weißwasser. Der andere, Wolfgang Hoyer (rechts), war der letzte Leiter der Schule.
Foto: A. Schulze