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Ausstellung: Weihnacht auf weißem Gold
Der Cottbuser Siegfried Kohlschmidt zeigt im Weißwasseraner Glasmuseum Raritäten aus seiner eigenen Sammlung.
Eine Stippvisite im Museum lohnt sich.

Von Martina Arlt
 


„Winter und Weihnacht auf weißem Gold“ heißt die neue Sonderausstellung im Glasmuseum Weißwasser. In den Vitrinen werden 130 Weihnachtsteller aus der Sammlung des Cottbusers Siegfried Kohlschmidt präsentiert, die meist aus Porzellan hergestellt wurden, doch einige Raritäten zeigt er auch aus Glas. Die Ausstellungsstücke stammen nicht nur aus deutschen Porzellanmanufakturen wie Kahla oder Goebel, sondern auch aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland oder Frankreich. Der 70-jährige Aussteller war beruflich als Museologe und Historiker in Branitz tätig und hat bereits seit seiner Kindheit eine Sammelleidenschaft im Blut. Er sammelte viele Dinge schon in seinem Leben. Seine erste Ausstellung hatte er bereits mit seinem sechsten Lebensjahr: „Muscheln und Schnecken bei Oma auf der Fensterbank“.„Im Glasmuseum ist es nun meine erste Ausstellung. Diese Porzellanteller sammelte ich in den Jahren zwischen 1998 und 2008“, erzählt Kohlschmidt zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag. Die Teller zeigen sich in den Farben Blau und Weiß. Das sind die Farbtöne, die am besten Kälte, Schnee, Weihnacht, Winter widerspiegeln. „Die wertvollsten Teller stammen aus der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin (KPM). Es ist die Schlichtheit und Eleganz von Motiven aus dieser Manufaktur. Die Sammlerstücke besorgte ich mir meist aus dem Internet oder von Flohmärkten“, so Siegfried Kohlschmidt.

Der Cottbuser wohnte mehrere Jahrzehnte in einer P2-Wohnung. Wer diese Räumlichkeiten aus DDR-Zeiten noch kennt, kann sich ganz sicher an die Glasvitrine erinnern. Den Platz darüber nutzte der Cottbuser immer wieder gern zur Deko mit seinen Porzellantellern. Die Wintermotive wurden in den unterschiedlichsten Techniken auf die Teller gebracht, meist gespritzt oder gedruckt, aber auch handgemalt. Am häufigsten und bis in die Gegenwart weit verbreitet ist die Verwendung von Kobaltblau. Die große Zeit der Porzellanherstellung von Weihnachtstellern waren die Jahre zwischen 1970 und 1990.

Die Ausstellungseröffnung in Weißwasser wurde durch Horst Fasold vom Förderverein und Museumsleiterin Elvira Rauch vorgenommen. Für die musikalische Umrahmung sorgten Selina Franz und Lena Krahl von der Kreismusikschule Dreiländereck. Die Ausstellung ist bis noch zum 31. Januar im Glasmuseum zu sehen. Ab dem 8. März präsentiert der Cottbuser Sammler dann Raritäten aus Glas im Neuen Schloss Bad Muskau im Rahmen einer neuen Ausstellung.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 02.12.2018


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail:
info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 04.12.2018


 

Aussteller Siegfried Kohlschmidt, Heidi Gramß und Elvira Rauch vor den Sammlerstücken aus Porzellan.
Foto: M. Arlt