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Schule mal ganz anders
Alle Klassen haben ihre Projekte im Atrium der Bruno-Bürgel-Oberschule in Weißwasser öffentlich vorgestellt

VON Guido Paulig

 


Zu einer schönen Tradition sind die fächerverbindenden Unterrichtstage an der Bruno-Bürgel-Oberschule in Weißwasser geworden. In diesem Jahr befassten sich die Schüler aller Klassenstufen mit dem Thema „Vor den Toren unserer Stadt“.

Am 24. April begann die Projektwoche in diesem Jahr. An diesem Tag fand eine Stadtrallye für die Klassenstufe 7 statt. Diese wurde von Julia Kunert und Samantha Senci entworfen und geleitet. Beide sind Schüler des Landau-Gymnasiums und haben die Stadtrallye im Rahmen ihrer Projektarbeit erarbeitet. Perspektivisch soll diese später den Schulen und dem Kiez Am Braunsteich zur Verfügung gestellt werden.

Dazu trafen sich die Schüler im Jahnbad, und es wurden die Aufgabenstellungen erklärt. Danach ging es in Gruppen auch schon zu den einzelnen Punkten in der Stadt. Dazu gehörten unter anderem die Stadtbibliothek, das Glasmuseum, die Waldeisenbahn und der Tierpark. An diesem Tag lernten die meisten Schüler Weißwasser unter neuen Aspekten kennen. Viele waren erstaunt, welche interessanten Dinge es doch in ihrer Heimatstadt zu entdecken gibt. Dafür möchten sie sich bei den beiden Mädels Julia Kunert und Samantha Senci bedanken, welche ihnen diesen tollen Tag ermöglichten.

Ein besonderes Projekt stellt die Klasse 8/1 in diesem Jahr auf die Beine. Nachdem sie bereits vor zwei Jahren eine Filmreportage zum Thema „Vom Glück mit dem Pech“ produzierte, baut sie in diesem Jahr darauf auf. Begleitet von ihrer Geschichtslehrerin Cornelia Staruß geht es in diesem Jahr um das Thema „Weißwasser – größte glasproduzierende Stadt der Welt“.

Dazu besuchen die Schüler alle Stätten in Weißwasser und Umgebung, welche geschichtlich mit der Glasindustrie verbunden sind. Eindrucksvoll zeigen sie auf alten Bildern das Damals und im Gegensatz dazu das heutige Aussehen dieser Plätze.

Der diesjährige Film beschäftigt sich mit der Zeit von 1552 (erste urkundliche Erwähnung Weißwassers) bis hin zum Ersten Weltkrieg. Angeleitet und unterstützt werden sie dabei vom Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK) Bautzen. Dessen Mitarbeiter sind darauf spezialisiert, Medienprojekte mit Kindern aller Altersstufen zu erstellen. Sie stellen dazu das benötigte Equipment wie Kamera, Mikrofone und Schnitttechnik zur Verfügung. Mit Herrn Kutscher steht den Schülern ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Da dieser Film später auch anderen Schülern im Unterricht zur Verfügung gestellt werden soll, ist er auch sehr schülergemäß aufgebaut.

In der Sprache ihrer Zuschauer führen zwei lustige Moderatorinnen durch die Weißwasseraner Welt. Ein dritter Teil ist dann für das nächste Jahr geplant. Dabei wird es einen Blick auf Weißwasser von der Nazizeit bis in die Gegenwart geben. Die Nationalsozialisten? Starker Tobak und eine echt schwierige Kiste. Aber die Schüler gehen die Aufgabe mit Elan und Enthusiasmus an. Probieren geht über Studieren.

Der stellvertretende Schulleiter, Uwe Bläsner, erwähnt auch noch die diesjährigen Themen der anderen Klassenstufen. So besucht die 5. Klasse die Waldeisenbahn und gleichzeitig den Muskauer Park, den Turm am Schweren Berg und erkundet den Radweg rund um die Stadt.

Die Schüler der 6. Klasse erforschen den Wald rund um die Stadt, die Kläranlage und ebenfalls die Waldeisenbahn mit dem Muskauer Park. Für die 7. Klassen stehen ein Besuch der Energiefabrik Knappenrode, des Museumsbahnhofs in der Teichstraße zum Thema Dampfmaschine und die bereits angesprochene Stadtrallye auf dem Plan.

Das Glasmuseum, ein Besuch der Hochschule in Zittau sowie der Ausbildungsmesse in Welzow steht für die Schüler der anderen achten Klasse auf dem Programm.

Ebenfalls nach Welzow fahren die Schüler der Klassenstufe 9. Sie absolvieren weiterhin ein Bewerbertraining und besuchen verschiedene Einrichtungen und Betriebe der Stadt und des Umlandes. Dazu zählen die Firma Kreisel in Krauschwitz, das Polizeirevier und die Feuerwehr in Weißwasser sowie die Stadtwerke.

Eine besondere Aufgabe bewältigen die Zehntklässler. Sie dokumentieren ebenfalls in einem Film die Aktivitäten der anderen Schüler und produzieren gleichzeitig noch einen Trickfilm. Auch dies geschieht unter Anleitung des SAEK. Besonders spannend wurde es dann an diesem Freitag. An diesem Tag stellten alle Klassen ihre Projekte im Atrium der Schule der großen Öffentlichkeit vor.

Unterricht einmal ganz anders und mit viel Spaß verbunden – auch das geht. Ein Beispiel dafür sind die Projektwochen an der Bruno-Bürgel-Oberschule in Weißwasser.

Unter Mitarbeit von Sara Starik, Lea Dittmann, Julina Szonn und Celine Ganick.

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, vom 03.05.2017


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail:
info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung:
07.05.2017


 

Schule mal ganz anders: Julia und Liane haben Spaß vor der Kamera. Mit ihren Mitschülern, Lehrerin Cornelia Staruß und Hilfe aus Bautzen produzierten sie den Film „Weißwasser – größte glasproduzierende Stadt der Welt“.
Foto: G. Paulig