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Landau-Gymnasiasten stellen Kunstwerke im Glasmuseum aus
Begabtenkurs zeigt Ergebnisse aus dem Projekt "LernStadtMuseum" / Kooperationsvertrag besiegelt weitere Zusammenarbeit

VON MARTINA ARLT


"Gestalten mit Glas - über Glas - auf Glas" heißt die neue Sonderausstellung im Glasmuseum Weißwasser, die bis zum 3. Oktober gezeigt wird.
Landau-Gymnasiasten stellen Kunstwerke im Glasmuseum aus

43 Schüler aus dem Begabtenkurs am Landau-Gymnasium unter Leitung von Kunstlehrerin Gudrun Feuerriegel zeigen kleinere Kunstwerke, die sich in unterschiedlichsten Formen rund um Glas drehen. Diese Präsentation gehört zu einem Projekt, das vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus durch das Landesprogramm "LernStadtMuseum" gefördert wird. Die Weißwasseraner ließen sich von der Idee leiten: Hat Kunstwerk heute noch goldenen Boden?

Museumsleiterin Elvira Rauch und Vereinsvorsitzender Horst Fasold würdigten bei der Ausstellungseröffnung am Mittwoch das Ergebnis, welches nun zu sehen ist. Die Laudatio hielten die Schülerinnen Jessy Wiese und Juliane Tschöpel. Die musikalische Begleitung übernahmen Lena-Maria Krahl und Hanna Krahl.

Wie es hieß, trafen sich die kunstinteressierten Schüler mehrmals im Vorfeld im Glasmuseum, um Glasgegenstände zu schleifen. Dabei standen Glasschleifer Lothar Hentschke und Glasdesigner Horst Gramß den Mädchen und Jungen fachmännisch zur Seite.

Das Ergebnis: Für die Ausstellung zogen zahlreiche Katzen aus Papiermaché und unterschiedlich gestaltet in die Vitrinen und die Blicke auf sich. Eine große Katze, die mit blauen Mosaikfliesen von Isabell Metag gefertigt wurde, hat eine Vase zur Formgestaltung versteckt. Zu sehen sind ebenso geschliffene und farbig bedruckte Gläser sowie Fliesen mit Sonnenblumenmotiven. Mit großer Freude haben die begabten Kunstschüler Glasmotive auf eine schwarze Leinwand gezeichnet, berichteten diese.

Die 17-jährige Grit Knöfel aus der 11. Klasse ist eine der Ausstellerinnen und sagt: "Dieses Projekt hat mir großen Spaß gemacht. Ich hab mich auch beim Glasschleifen ausprobiert und eine Fliese mit einer Traube verziert." Auf jeden Fall habe sie dazugelernt und konnte sich ausprobieren, was ihr sehr gefiel. Die Krauschwitzerin Natalie Rackel (11) aus der 5. Klasse meint: "Es sind wirklich sehr schöne Sachen in unserem Begabtenkurs entstanden. Die Katze, die mit Hilfe von Zeitungspapier und einer Flasche entstand, hat schon fünf bis sechs Stunden in Anspruch genommen.  Mit künstlerischen Arbeiten beschäftigt sich das Mädchen sowieso sehr gern, sagt sie.

Kunstlehrerin Gudrun Feuerriegel ist des Lobes voll, was ihre Schüler vollbracht haben. Wer am Begabtenkurs teilnimmt, macht das freiwillig. "Wir wollen die künstlerisch interessierten Schüler fördern. Und das sind im Durchschnitt 25 Mädchen und Jungen aus den fünften bis elften Klassen", berichtet die Lehrerin. An den Kursnachmittagen schauen sich die jüngeren viele Dinge bei den älteren Schülern ab und entwickeln eigene Ideen. Bei diesem Projekt drehte sich vieles um Themen der Glasherstellung und -bearbeitung. "Auf jeden Fall soll es auch künftig Begegnungen zwischen unseren Schülern und den Mitstreitern vom Glasmuseum geben", sagt Gudrun Feuerriegel. Dazu wurde ein Kooperationsvertrag zwischen Schulleiterin Andrea Herda und Museumsleiterin Elvira Rauch unterzeichnet. "Ich bin überzeugt, dass beide Seiten voneinander profitieren, lernen und sich unterstützen werden", so Elvira Rauch.
 

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 03.06.2016


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail:
info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 03.06.
2016


 

Das sind die jungen Aussteller aus dem Begabtenkurs Kunst des Landau-Gymnasiums mit ihrer Kunstlehrerin Gudrun Feuerriegel (hintere Reihe).
Foto: M. Arlt