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Als Weißwasseraner Original auf Achse
Glaskalfaktor Vroni Gröschner bereist in diesem Jahr mit über 2300 Besuchern die Region

Von GABI NITSCHE


Weißwasser.  Ihre erste Million hat sie bei Weitem noch nicht zusammen. «Aber die ist ja auch die schwerste» , meint Vroni Gröschner mit einem Augenzwinkern. Vor einem Jahr hat sich die Weißwasseranerin mit einem eigenen Tourismusbüro selbstständig gemacht.

«Fassbare Erlebnisse – anders funktioniert es nicht.»

Der Schritt in die Selbstständigkeit sei durchaus richtig gewesen. «Aber es ist verdammt schwer, bedeutet täglich zehn bis zwölf Stunden Arbeitszeit und viele, viele Wochenenden» , sagt die 48-Jährige alleinerziehende Mutti. Und das mit der Million werde wohl nie was.
Als Waldeisenbahn-Maskottchen Wuschel, dem sie eine unverwechselbare Stimme verliehen hat, punktet Vroni Gröschner vor allem bei den Kindern. Die lieben die Geschichten des kleinen Eichhörnchens, dessen tapsige Art und vor allem, weil Wuschel auch mal Fehler macht und alle mit ihm trotzdem so herrlich lachen können. «Am 13. und 14. September feiern wir hoffentlich auch alle zusammen. Denn dann wird Wuschel fünf Jahre, und der Stadtverein Weißwasser hat dem Eichhörnchen eine ganz, ganz tolle Geburtstagsparty im KiEZ am Braunsteich angekündigt» , weiß Vroni Gröschner.
Doch bei allem Spaß und der großen Freude, die sie als diese Figur hat, lässt sich im Wuschel-Fell nicht der Lebensunterhalt bestreiten und ein Büro schon gar nicht unterhalten, weiß die Weißwasseranerin.
Deshalb schlüpft sie wieder und wieder in die Rolle des Glaskalfaktors, einem Weißwasseraner Original. In ihren blauen Arbeitshosen, Streifenhemd, Holzschuhen und mit verwegen aufgesetzter Arbeitsmütze begleitet sie Touristen und macht diesen so richtig Appetit auf unsere Region. «Im letzten Jahr waren es knapp 50 Busse mit 1800 Gästen, die ich betreut habe. Und die Leute kommen aus ganz Deutschland» , erzählt der Glaskalfaktor.
Für dieses Jahr plant sie derzeit mit etwa 2300 Besuchern. «Um sie für uns zu begeistern, kann ich sie nicht mit Zahlen und Statistiken zuschnütten, sondern muss während sechs bis acht Stunden Busrundreisen fassbare Erlebnisse anbieten. Anders funktioniert das einfach nicht.» Die Region, «das Neißeland» , gebe dafür ’ne Menge her. Vroni Gröschner ist überzeugt davon, dass es viel Wissenswertes zu vermitteln gibt, das sowohl jüngere als auch ältere Touristen interessant finden, und die Bestätigung bekomme sie eigentlich auf jeder Reise.
Von Beruf nicht nur ausgebildete Tourismusfachfrau, sondern inzwischen viel gereister Glaskalfaktor – schon jetzt werden die ersten Tages-Busreisen für das kommende Jahr gestrickt. An Ideen mangelt es ihr nicht, um Angebote für das Neißeland zu einem Thema zu bündeln. «Zur Osterzeit biete ich eine Tour an, die sich Gläsernes Osterei nennt. Da geht’s dann zum Beispiel ins Glasmuseum Weißwasser und ins Sorbische Kulturzentrum Schleife, wo sich’s um Ostereierverzieren nach sorbischer Art dreht.» Wenn Vroni Gröschner «Blühende Steine» sagt, denkt sie an eine Kombination von Findlingspark Nochten, Waldeisenbahn und Rhododendronpark Kromlau. Noch stärker als bisher möchte sie künftig Touristen die wunderschönen Schlösser in den Königshainer Bergen nahebringen. «Es gibt Reiseunternehmen, die mir schon ewig die Treue halten wie zum Beispiel Sachsentouristik Wittig, Busreisen Neulevin aus Oschatz oder Hilpertreisen aus Gredingen in Bayern – die schon immer ganz gespannt sind auf ein neues Themenangebot.»
Zu den absoluten Rennern, erzählt das Weißwasseraner Maskottchen, gehört neuerdings der Vattenfall-Aussichtsturm am Tagebau Nochten. «Seit der Turm Ende April eröffnet wurde, fahre ich mit den Bussen, die ich begleite, dorthin. Die Leute sind absolut begeistert, wenn sie von hoch oben auf den Tagebau und die Region blicken können.»
Begeisterung wecken – genau das wolle sie. «Doch das geht nur auf, wenn alle Rädchen wie in einem Uhrwerk ineinander greifen.» Dazu gehört zum Beispiel auch die Bewirtung. Vroni Gröschner kommt da leicht ein Lob über die Lippen. «Die Qualität in den Gaststätten hat sich wirklich gut entwickelt – freundliche Bedienung, schmackhafte Speisen, viel regionaltypische Küche. Das passt inzwischen.»

Zum Thema 
Tagestouren

Seit März 2007 hat Vroni Gröschner 23 Bus-Tagestouren für den Weißwasseraner Stadtverein durchgeführt. Die Nachfrage ist jedes Mal groß. In diesem Jahr sind noch neun Ausflüge geplant: 12. Juli Kirschenfest in Groß Radisch, 26. Juli Senftenberg mit Senioren-Kaufhaus in Großräschen, 9. August Lausitzer Seenland mit Hoffest in Partwitz, 23. August Burg Stolpen, 6. September Karasek-Tour, 11. Oktober Zary, 8. November Riesa; 22. November Wilthen und 13. Dezember Weihnachtstour «Geheim» .

Nähere Informationen und Reservierungen im Tourismusbüro an der Straße des Friedens in Weißwasser oder telefonisch unter 03576/21 55 11.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 03.07.2008


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 03.07.2008


 

Vroni Gröschner versorgt rund 400 touristisch interessante Orte und Einrichtungen in der Lausitz mit Mini-Flyern für Werbeaussteller wie diesen am Eingang des Weißwasseraner Tierparks. Die Idee für diese Werbeart wurde in der Touristischen Gebietsgemeinschaft «Neißeland» entwickelt. Jürgen Bergmann von der Kulturinsel Einsiedel in Zentendorf baut diese Holz-Aufsteller.
Foto: Angelika Brinkop