Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
G
lasmuseum Weißwasser !

Museum

Service

Mitgliederbereich

Gläsernes Symbol für Bärwalder See
Gotthard Petrick aus Bad Muskau gestaltet besondere Segel-Trophäe

VON Regina Weiß


Der Wanderpokal, für den Segler künftig am Bärwalder See hart am Wind fahren müssen, ist ein gläsernes Kunstwerk. Am Tag der Deutschen Einheit ist die Trophäe, für die extra ein Ideenwettbewerb ausgelobt wurde, erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden.

Der Wind am Donnerstagmittag hat es in sich. Er bläst den Gästen, die auf die Marina am Klittener Hafen zusteuern, ordentlich ins Gesicht. Gerade so, als wüsste er, um was es hier geht: Für eine künftige, möglichst internationale Segelregatta am Bärwalder See wird die Sieges-Trophäe vorgestellt. Dafür hatte der Verein Nautic Club Bärwalder See vor knapp vier Monaten einen Ideenwettbewerb ausgerufen. Die Mitglieder der Jury - alles Clubmitglieder - haben einen Preisträger auserkoren. Beifall gibt es, als der neue Pokal das Licht der Öffentlichkeit erblickt.

Geschaffen wurde er von Gotthard Petrick. Der gebürtige Schleifer wohnt und arbeitet in Bad Muskau. Als Ingenieur und Glasgestalter ist er seit rund 40 Jahren mit dem gläsernen Werkstoff verbunden. "Ein paar Tage habe ich Zeit gebraucht. Doch dann hatte ich sofort eine Idee", erfährt die RUNDSCHAU auf Nachfrage.

So wurde das Bleikristall mittels Säure sowie mechanisch bearbeitet, um die Symbole herauszuarbeiten. Zu sehen sind die Umrisse des Sees, die Flagge des Nautic Clubs, Segelschiffe, ein Leuchturm, die Kennungen der einzelnen Segelboote und sogar Wellen. "Es ist ein Symbol des Sees und was passt da besser in der Lausitz als Glas", freut sich Hartmut Ulbricht, Präsident des Nautic Clubs, bei der Präsentation. Ihm pflichten Vereinsmitglieder bei. Schließlich wurde Braunkohle für die Glasschmelze gebraucht. Die Kohle wurde einst im Tagebau Bärwalde abgebaut, dem heutigen Bärwalder See. Mit dem Pokal schließe sich sozusagen der Kreis.

"Wir wollten keinen Nullachtfünfzehn-Pokal", erinnert Ulbricht. Sondern mit einer besonderen Trophäe den Bärwalder See noch mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Die Idee für den Ideenwettbewerb hatte Vereinsmitglied Tilo Rötschke. Die anderen Mitglieder fanden es gut - gesagt, getan.

"Wir haben diesen Weg auch beschritten, um etwas für die Region zu tun. Zu zeigen, was für ein tolles Segelrevier wir haben. Und nicht nur dass. Sondern hier verstehen sich alle Wassersportler, ob mit Motor oder Segel", unterstreicht Ulbricht.

Dieses gute Miteinander, die guten Bedingungen und nun auch der Pokal sollen für den See werben. "Mit dem Segelverband Sachsen sind wir im Gespräch, um unsere Regatta zu platzieren", so Andreas Ulbricht. Im Mai, spätestens Juni 2014 soll um die neue Glastrophäe gekämpft werden. Diese ist natürlich ein Wanderpokal. "Damit der Sieger auch etwas Bleibendes hat, gibt es Kinder", lacht Hartmut Ulbricht. Auch die hat Gotthard Petrick gleich mitgebracht. Sie nehmen Farbe und Gestaltungselemente vom großen Pokal auf.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 04.10.2013


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 29.09.2013


 

Gläsernes Symbol für Bärwalder See
Glasgestalter Gotthard Petrick und Nautic-Club-Präsident Hartmut Ulbricht mit dem neuen Wanderpokal und seinen Kindern. Foto: R. Weiß