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Bremen hilft bei Wagenfeld-Schau
Was Weißwassers Glasmuseum für das Jahr 2010 geplant hat

Von Thoralf Schirmer


Mit deutlich gestiegenen Besucherzahlen hat das Glasmuseum Weißwasser das vergangene Jahr abgeschlossen. Nicht unwesentlich dazu beigetragen habe auch die Ende November eröffnete Teddy-Ausstellung, die ein zahlreiches weihnachtlich gestimmtes Publikum angezogen hat, wie Museumsleiterin Elvira Rauch berichtet. Sogar über die üblichen Öffnungszeiten hinaus hatten sich Besuchergruppen angesagt. Noch bis zum 31. Januar sind die Teddys zu sehen. Dann beginnt das Museum mit einem neuen vielseitigen Jahresprogramm.
In der Überbrückungszeit bis zur nächsten Sonderausstellung sollen im Februar und März selten gezeigte Stücke aus dem Fundus des Museums in den Vitrinen im Ausstellungsraum im Erdgeschoss präsentiert werden. Dafür kämen zum Beispiel Stücke der Internationalen Leistungsvergleiche in Frage, so Elvira Rauch.

Vom 26. März bis 13. Juni ist dann eine Sonderausstellung dem Glasdesigner Prof. Wilhelm Wagenfeld (15. April 1900 – 25. Mai 1990) gewidmet, der lange Zeit in Weißwasser wirkte und für das Kombinat Lausitzer Glas tätig war. Die Ausstellung anlässlich seines 110. Todestages entsteht in Zusammenarbeit mit der Stiftung Wagenfeld in Bremen, vermittelt über Jochen Exner vom Förderverein des Glasmuseums. „Wir haben die Stiftung angeschrieben, um Stücke aus jeder einzelnen Schaffensperiode Wagenfelds für die Ausstellung zu bekommen“, erklärt die Museumsleiterin. „Wir wollen die Sachen zeigen, die man in Weißwasser noch nicht kennt, zusammen mit den Stücken unserer Glassammlung, die natürlich an ihrem Platz im Obergeschoss bleiben.“

Eine kleinere Sonderausstellung wird sich über den Sommer von Juni bis August im Vorraum des Museums einem Schüler von Wilhelm Wagenfeld widmen: Friedrich Bundtzen (17. Juli 1910 bis 31. Januar 1989), der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.

Parallel ist vom 2. Juli bis 5. September eine Sonderausstellung unter dem Titel „Schach dem König!“ zu sehen. Ein Privatsammler aus dem brandenburgischen Jüterbog wird dann im Foyersaal Schachspiele aus aller Welt vorstellen, natürlich auch solche aus Glas.

Im Herbst schließlich soll der Weißwasseraner Glasschleifer Heinz Schade, für viele ein anerkannter Künstler auf seinem Gebiet, anlässlich seines 75. Geburtstages am 23. September und seines 60. Berufsjubiläums mit einer Personalausstellung gewürdigt werden. „Er wird die Arbeiten selbst auswählen, aber ich hoffe sehr, dass wir auch seine Diatret-Arbeiten zu sehen bekommen“, sagt Elvira Rauch. Diatret ist die hochkomplizierte und filigrane Kunst der Hinterglas-Schleiferei, die nur wenige so perfekt beherrschen wie Heinz Schade.

Auch die Weihnachtsausstellung 2010 im Museum steht ganz im Zeichen des Glases. Gezeigt werden dann Glaskrippen und -engel aus privater Hand.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser,  vom 05.01.2010

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Die Wagenfeld-Ausstellung findet anlässlich des 20. Todestages und des 110. Geburtstages von Wagenfeld statt.
2.
Wagenfeld war nicht für das Kombinat Lausitzer Glas tätig.


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung:
05.01.2010


 

Wilhelm Wagenfeld in seiner Werkstatt in Stuttgart (1956). Er prägte auch das Glasdesign von Weißwasser.
Foto: Archiv