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Über 120 Schachbretter gesammelt

Von André Kurtas


„Dieses Spielbrett hat meine Tochter aus England mitgebracht, und dass hier stammt von meinem Sohn, der es in Laos gekauft hat“, erklärte Eberhard Knack. Wenn er über seine Leidenschaft, das Sammeln von Schachbrettern, erzählt, glänzen seine Augen. Das merkten auch die Besucher der Ausstellungseröffnung am Freitagabend im Glasmuseum Weißwasser.

Dort drehte sich alles um das königliche Spiel. Hauptteil der neuen Sonderausstellung sind die aus aller Welt gesammelten Schachbretter und dazugehörigen Figuren des Sammlers Eberhard Knack aus Jüterbog. Knack hat im Laufe von 20 Jahren über 120 kunstvoll gefertigte Schachbretter sowie Figuren aus verschiedenen Nationen zusammengetragen. Eine Auswahl von 80 seiner Sammlerstücke wird nun im Glasmuseum gezeigt. Eine wahre Augenweide, nicht nur für Schachfreunde, sondern auch für Kunstinteressierte. »Ich sammle jetzt bereits seit 1989 Schachbretter«, so Knack im Gespräch mit der RUNDSCHAU. Er sei einfach fasziniert davon, wie er betonte.

Ein weiterführender und vertiefender Teil der Weißwasseraner Ausstellung beschäftigt sich mit dem Spiel selbst, dessen Regeln und Spielarten sowie mit Geschichten und Informationen rund um das Schachspiel. Die Besucher erhalten hier viele Informationen von den Anfängen des Spiels, die in der Legende über die Weizenkörner nachzulesen ist, oder über klug ausgedachte Rösseltouren. Zudem gibt es vielfältige Informationen und Knobeleien rund um das Thema Schach. »Natürlich kann in der Ausstellung auch selbst Schach gespielt werden. Dafür steht ein Schachtisch mit Figuren zur Verfügung«, erklärte Eberhard Knack, der selbst ein ganz leidenschaftlicher Schachspieler ist. Mittlerweile umfasst seine Sammlung 120 Schachspiele.

»Man staunt, welche unterschiedlichen Varianten von Schachspielen es gibt. Da sind ja ganz seltene Exemplare dabei«, staunte Ausstellungsbesucherin Angela Rösel. Als Jugendlicher lernte Eberhard Knack, Jahrgang 1935, die Regeln des »Königlichen Spiels« von seinem Vater und frönt bis heute diesem Hobby. Bis 1900 besaß der gelernte Rundfunk- und Fernsehmechaniker aus Jüterborg jedoch nur drei handelsübliche Schachspiele. Während eines Urlaubs in Ägypten entdeckte Eberhard Knack beim Bummeln zwei schön gearbeitete Schachbretter mit Steinfiguren - der Grundstein für die Sammlung war gelegt. Die Bretter und Schachfiguren in unterschiedlichen Ausführungen kauft er auf Reisen oder stöbert auf Trödelmärkten nach ausgefallenen Exemplaren. Vielfach schenken ihm auch die drei Kinder, Verwandte und Freunde die begehrten Figuren. Mittlerweile finden sich Stücke aus allen Teilen der Erde, zum Beispiel China oder Kenia, und aus verschiedenen Materialien wie Marmor und Elfenbein in der Sammlung.

Die neue Sonderausstellung ist noch bis zum 5. September im Glasmuseum Weißwasser zu sehen.
 


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 05.07. 2010


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E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 06.07.2010


 

Foto: A. Kurtas