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Bad Muskauer kreiert gläserne Schönheiten
Gotthard Petrick stellt im Museum Weißwasser aus

Von MARTINA ARLT


Glaskreationen in leuchtenden Farben präsentiert seit Freitag der Glasdesigner und Ingenieur für Glastechnik Gotthard Petrick im Weißwasseraner Glasmuseum. Mehr als 20 Kunstwerke in Arsall-Technik zeigt er in der Ausstellung „Ansichten in Quarz – vom Jugendstil zu neuen Dimensionen – Gotthard-Glas“, die bis zum 13. November gezeigt wird. 2003 stellte der heute in Bad Muskau lebende Glasdesigner bereits das erste Mal seine Arbeiten in Weißwasser aus. In den acht Jahren entwickelte er seine Fertigkeiten weiter. Die Gegenstände werden meist in vier Schichten (Grundglas und drei Farbschichten) hergestellt und sind somit unverwechselbare Unikate, hieß es am Freitagabend.

Seit 35 Jahren beschäftigt sich der gebürtige Schleifer mit dem Rohstoff Glas. Die Herstellung dieser Vasen, Schalen, Kelche und Becher können schon mal jeweils bis zu vier Wochen dauern. Er ist immer wieder selbst von der unendlichen Vielfalt fasziniert, wie sich Glasgefäße kreieren lassen, so der Künstler. Die hergestellten Gefäße sind keine Gebrauchsgegenstände. Es sind Kunstwerke, die bei Ausstellungen gern von den Besuchern betrachtet werden.

„In der ersten Zeit als selbstständiger Handwerker arbeitete Gotthard Petrick mit der Designerin Sabine Gutjahr zusammen, heute entwickelt für ihn Monika Janietz-Herrmann“, so Hans Schaefer vom Förderverein.

Zu den Raritäten in der Sonderausstellung im Weißwasseraner Glasmuseum gehören die „Bodenvase Pfau“, die Schalen „Möwen“, „Herbstlaub“ sowie die Freundschaftsbecher „Wellen“. Seine Technik gibt der Glasdesigner nicht preis, das ist sein „stilles Geheimnis“.

Petricks Exponate sind begehrt, werden auf Kunstauktionen gehandelt, würdigte Hans Schaefer den Glasdesigner in seiner Ladatio. Der Aussteller Gotthard Petrick fördert gezielt seinen Enkel Eskil Pangratz. „Und meine Damen und Herren, vergessen Sie nicht, Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“ fügte Hans Schaefer hinzu.

Die Ausstellungseröffnung am Freitagabend nahm die Leiterin des Glasmuseums Elvira Rauch vor.

Jochen Exner als Vorsitzender des Fördervereins Glasmuseum Weißwasser hatte die zahlreichen Gäste des Abends herzlich begrüßt. Die musikalische Begleitung übernahmen Richard, Winfried und Lorenz Lößner sowie Eskil Pangratz.

Die nächste Ausstellung ist ab 25. November zu sehen. Dann werden „Zerbrechliche Träume“ – Glasperlen von Simone Claudia Hamm aus Tauer und Karen Zerna aus Dresden gezeigt.


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser  vom 05.09.2011ews290411.htm


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E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 05.09.2011


 

Gotthard Petrick (m.) führt durch seine Ausstellung. 
Foto: M. Arlt