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Präzisionshandwerk der weltältesten Glasfachschule

VON André Kurtas


Freunde des Glases kommen seit Freitag in einer neuen Sonderausstellung des Glasmuseums Weißwasser auf ihre Kosten. Bis zum 22. November werden hier rund 90 Exponate der tschechischen Glasfachschule Kamenický Senov, der ältesten Glasfachschule der Welt, gezeigt.

Der Vereinsvorsitzende des Fördervereins Glasmuseum Weißwasser, Horst May konnte auch eine Abordnung aus dem Nachbarland begrüßen. „Heute stellen wir Ihnen eine Ausstellung vor, die eine kleine Auswahl vom Schaffen der Studenten unserer Glasfachschule von der Vergangenheit bis zur Gegenwart präsentiert“, so Helena Braunová, Direktorin des Glasmuseums in Kamenický Senov. Ausgewählt wurden sehenswerte Exponate aus der historischen Sammlung. Die Kunst- und Musterwerke sowie die besten Schülerarbeiten kommen aus dem Musterraum und dem Depot der Glasfachschule.

„Vor fünf Jahre waren wir bereits mit dem Projekt ,Gläserne Brücke' mit Arbeiten in Weißwasser, die im Rahmen von Internationalen Symposien entstanden sind und graviertes Glas präsentierten“, so die Direktorin, die sich freute, dass jetzt die Besucher des Weißwasseraner Glasmuseums mit dem bedeutenden Teil der Geschichte und Gegenwart der Stadt Kamenický Senov und deren Glasfachschule bekannt gemacht werden.

Zur Ausstellungseröffnung, die von Andrea Jahns und Kantor Martin Baldenius musikalisch umrahmt wurde, konnten unter anderen sowohl der Weißwasseraner Oberbürgermeister Hartwig Rauh sowie der Bürgermeister der Stadt Kamenický Senov begrüßt werden. „Diese Ausstellung zeigt einen breiten Querschnitt der Schaffenskraft, handwerkliche Präzision, die durch brillante Schleif- und Gravurtechnik, sowie brillante Farbgebung beeindruckt“, freute sich Besucher Manfred Neumann. „Mir gefallen vor allem die Farben der hier ausgestellten Gläser“, so Hannelore Lorenz.

Wie die Direktorin des Glasmuseums Kamenický Senov erläuterte, wurde 1856 die Glasmacherschule als erste derartige berufliche Einrichtung in Europas gegründet. Aufgrund der guten Erfolge die hier in der Böhmischen Glasmacherkunst erzielt wurden, folgte als weitere Gründung etwas später die ähnlich strukturierte Schule in Novy Bor. Als erster Lehrer in Kamenický Senov nahm Jan Dvoracek, Kunstmaler von der Kunstakademie Prag, nicht zufällig auf den Gebieten der Malerei und Farbenlehre großen Einfluss auf die damaligen Glasmeister und ihre Lehrlinge. 

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom  05.10. 2009


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Aktualisierung:
05.10.2009


 

Oberbürgermeister Hartwig Rauh (2.v.l. ließ sich von Helena Braunová das Kunsthandwerk der alten Glasfachschule erläutern
Foto: A. Kurtas