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Exkursion des Fördervereins in das Industriemuseum Chemnitz

VON REINER KELLER


Die Exkursionen des Fördervereins im Herbst eines jeden Jahres haben Tradition. Ziel ist immer ein Museum, das sich der Industriegeschichte verschrieben hat, eine bedeutende Ausstellung, ein Kunstobjekt oder ein Ort, der Geschichte gemacht hat. Diese Ziele lagen vorzugsweise in Sachsen, aber auch Brandenburg wurde schon besucht, so z. B. die Museumsglashütte Baruth, der Wörlitzer Park oder die Brandenburgische Landesausstellung im Schloss Doberlug: "Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft". Bei den Führungen in den Museen standen solche Fragen wie der Bildungsauftrag der Einrichtung und seine Umsetzung bei der Präsentation der Exponate im Mittelpunkt.

Die Exkursion 2019 führte die interessierten Vereinsmitglieder und Gäste nach Chemnitz ins dortige Industriemuseum. Die lebendig gestaltete Führung durch die Dauerausstellung zeigte sächsische Erfindungen aus der älteren und jüngeren Vergangenheit. Neben der Lokomotive von Hartmann waren auch Exponate zu sehen, die die Exkursionsteilnehmer mit Stolz erfüllten: Die superfesten Gläser, entwickelt und produziert im Kombinat Lausitzer Glas und die von Wilhelm Wagenfeld gestalteten Herzvasen.

Das Besondere des Ganges durch die Dauerausstellung waren die praktischen Vorführungen wie die mechanische Spinnmaschine oder eine mechanische Werkstatt mit Transmissionsantrieb.

Ein Hauptgrund für die Fahrt nach Chemnitz bestand aber im Besuch der Sonderausstellung „Ich bin ganz von Glas - Marianne Brandt und die gläserne Kunst von heute“, im Industriemuseum, die in Kooperation mit Villa Arte e. V. entstanden ist. Hierzu steht auf der Homepage des Industriemuseums:

Einhundert Jahre nach der Gründung des Bauhauses in Weimar widmet sich die Ausstellung „Ich bin ganz von Glas“ den funktionalen und gestalterischen Möglichkeiten des Werkstoffs Glas. Wie kein anderes Material hat Glas die visionären Anfänge des Bauhauses geprägt und ist bis heute ein unverzichtbares Material, das in vielen Produkten des Alltags Verwendung findet, ob in Brillen oder Fenstern, in Glasfaserkabeln oder Monitoren. Linsen aus Glas sind das Herzstück von Mikroskopen, Teleskopen oder Kameras. Sie gewähren Einblick in sonst verschlossene Dimensionen. 60 Arbeiten, die im Rahmen des 7. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbes von einer international besetzten Jury ausgewählt werden, treten in Korrespondenz zu den Werken der Chemnitzer Gestalterin und Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt. Facetten ihres Schaffens werden in einem historischen Kabinett beleuchtet. Die Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger werden eingeladen, mit 100 Glasschätzen ihre persönlichen Geschichten zu erzählen und im Industriemuseum Chemnitz auszustellen.

Alles in allen eine sehr gelungene Exkursion, nicht zuletzt auch durch die Organisation seitens Frau Hubatsch.


 
Quelle: Glasmuseum, im Oktober 2019


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Aktualisierung:
05.10.2019