Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
G
lasmuseum Weißwasser !

Museum

Service

Mitgliederbereich

Altes Handwerk bewahren:
Glasmuseum zieht nicht in die Telux

VON GABI NITSCHE
 


 
Jetzt soll die Villa an der Forster Straße in Weißwasser barrierefrei umgebaut werden, denn die Umzugspläne sind finanziell nicht umsetzbar, sagt Vereinsvorsitzender Horst Fasold.

Die Frage von Petra Greiner in der jüngsten Stadtratssitzung ließ aufhorchen. Sie wollte wissen, ob der Umzug des Glasmuseums in die Telux ad acta gelegt wurde. Denn auf der Internetseite der Stadt sei die behindertengerechte Umgestaltung des Museums ausgeschrieben.

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) bestätigte das auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Die Entscheidung sei Ende 2017 gefallen. Der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, der kulturelle Einrichtungen in Weißwasser wie Museum, Bibliothek und Tierpark finanziell unterstützt und auf dessen Zuschuss diese Einrichtungen angewiesen sind, habe das Vorhaben kritisch gesehen, so Pötzsch. Der finanzielle Aufwand wäre nicht zu schultern gewesen. Es sei Weißwasser geraten worden, die Museumsvilla zu ertüchtigen.

Vereinsvorsitzender Horst Fasold bestätigt das. Doch die Mitglieder vom Verein hoffen, dass die Umzugspläne nicht ein für alle Male vom Tisch sind. „Wir sind von der Idee, das Museum in der Telux anzusiedeln, sehr angetan gewesen und möchten den Gedanken daran nicht gänzlich aufgeben.“ Doch der Umzug hätte Unsummen gekostet, weiß man auch beim Verein. Die groben Kostenschätzungen hätten allein für den Umbau bei der Telux rund 1,8 Millionen Euro ausgesagt. „Und dann wären ja noch andere Sachen dazugekommen wie Vitrinen und, und, und. Letztlich käme eine Summe zwischen 2,5 und drei Millionen Euro zusammen.“ Als im Spätherbst nach einer Gesprächsrunde mit Landrat Bernd Lange (CDU) und Joachim Mühle vom Kulturraum deutlich wurde, dass die Umzugspläne erst einmal nicht weiter verfolgt zu werden brauchen, setzten sich Verein und Stadt an einen Tisch und konzipierten die Zukunft des Glasmuseums, berichtet Fasold. Zuerst einmal sollte das den Stadträten vorgestellt werden, bevor man damit an die Öffentlichkeit geht, hieß die Order für den Verein.

Doch die öffentliche Ausschreibung machte dem nun einen Strich durch die Rechnung. Mit EU-Fördergeldern aus dem Efre-Topf „Lebendige Mitte“ soll das unter Denkmalschutz stehende Gebäude mit dem Museum nun behindertengerecht umgebaut werden. Um das Erd- und Obergeschoss zu erschließen, ist es notwendig, einen Aufzug zu installieren. Ob außen oder innen, das stehe noch nicht fest. Auch soll der Zugang zum Haupteingang von der Forster Straße aus barrierefrei umgestaltet werden. Außerdem soll das Museum ein behindertengerechtes WC erhalten. Die Baukosten dürfen den Rahmen von 120 000 Euro nicht überschreiten, heißt es in der Ausschreibung.

Ziel des Vereins war es, am neuen Standort Telux auch geeignete Räume für die wissenschaftliche Bibliothek des Museums einzurichten. „Denn zurzeit sind die ganzen Bücher in Kellerräumen einer Schule untergebracht, und das bekommt diesen nicht gut“, sagt Horst Fasold. Wohin nun damit? „Wir hatten vorige Woche einen Vor-Ort-Termin mit Referatsleiter Thomas Böse. Die alte Gepäckabfertigung am Bahnhof soll so gestaltet werden, dass wir sie künftig als Depot nutzen können. So wird Platz im Museum für die eigene Büchersammlung.“

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 06.03.2018


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail:
info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 06.03.2018


 

 
 
 
 
 
.