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Stölzle Lausitz GmbH nimmt weiter Fahrt auf
Weißwasseraner Glashersteller baut Produktion aus und kann Absatzzahlen steigern

Von Daniel Preikschat

 



Die Stölzle Lausitz GmbH baut ihre Produktions-und Lagerkapazitäten in Weißwasser weiter aus. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen 38 Millionen Gläser verkaufen, zwei Millionen mehr als 2013.

Vom Bahnhof Weißwasser aus kann man Stölzle Lausitz derzeit am besten beim Wachsen zusehen. Die Produktionshalle bekommt einen Anbau. Betonmauer, Stahlträger und Dachelemente dafür sind bereits gesetzt. Die vier bestehenden Produktionslinien, erklärt ein Unternehmenssprecher, würden in diesen Hallenanbau hinein verlängert. Sie verlaufen dann nicht mehr U-förmig, sondern schnurgerade, was Platz schafft und die Arbeit deutlich erleichtere. Gabelstaplerfahrer etwa haben mehr Platz zum Rangieren.

Ist der Anbau fertig, wird auf dem Firmenareal aber noch nicht Schluss sein mit Abriss und Neubau. Noch im Frühjahr, heißt es weiter, ziehe die Dekorationsabteilung um. Dafür wurde ein altes Wannengebäude an der Berliner Straße innen umgebaut. Auch die Außenansicht des Gebäuderiegels ist dank neuer Fassadenverkleidung nunmehr eine ganz andere. Das alte Bestandsgebäude inmitten des Firmengeländes, in dem die Dekorateure jetzt noch arbeiten, werde abgerissen. Der dabei frei werdende Platz ist verplant für einen Lager-Neubau. Sobald er steht und genutzt wird, kann Stölzle auf das Industriezelt an der Berliner Straße verzichten. 2013 wurde es als provisorisches Zwischenlager errichtet.

Die Abriss- und Umbaukosten teilt Stölzle nicht mit. Lieber redet man über Absatzzahlen. Konnte das Unternehmen doch 2014 noch einmal zwei Millionen Gläser mehr verkaufen als im Vorjahr. Entsprechend stieg auch der Umsatz – von 36 auf 38 Millionen Euro. Konstant blieb mit 330 die Zahl der Arbeitskräfte.

Hauptabsatzmärkte für Stölzle sind laut den Unternehmensangaben weiterhin die USA und Asien. Die ebenso robusten wie optisch ansprechenden, aus einem Stück gefertigten Trink- und Stielgläser werden etwa in Hotels gern verwendet. Mit "Mehr Mut zur Farbe", wie ein neuer Stölzle-Werbeslogan lautet, möchte man die Attraktivität der Gläser noch steigern. Farbige Trinkgläser in Grau, Grün oder Braun, seien gerade in der gehobenen Gastronomie immer beliebter.

Einen ersten Eindruck können sich potenzielle Großabnehmer auf den anstehenden Fachmessen verschaffen. Stölzle Lausitz präsentiert sich dieses Jahr unter anderem auf der Hoga in Frankfurt (Main), auf der "ProWein" in Hamburg und der "Iss gut" in Düsseldorf.

Zum Thema:
Bis 1991 waren die "Lausitzer Glaswerke" die größte Glashütte der DDR mit bis zu 4000 Mitarbeitern. Nach der Wende wurden sie privatisiert und 1996 von der Stölzle-Oberglas AG übernommen. Heute gehören Stölzle Lausitz in Weißwasser und Stölzle-Oberglas zu der Unternehmensgruppe der CAG Holding GmbH. Stölzle Lausitz ist, gemessen am Umsatz, laut eigener Angaben die Nummer zwei in Deutschland hinter einem bayerischen Hersteller.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 07.02.2015


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Aktualisierung: 09.02.2015
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Mit einem Anbau schafft sich der Gläserhersteller mehr Platz bei der Produktion.
Foto: J. Rehle
Stölzle-Gläser, hier präsentiert von Mitarbeiterin Sindy Rentsch, sind gefragt. Nun wird die Angebotspalette noch erweitert.
Foto: D. Preikschat