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Wo der schöne Glanz hält, was er verspricht
Das Cristalica Kingdom in Döbern will zu einer Erlebniswelt mit exotischem Flair werden

Von Sven Scheffler
 



Wohin in der Lausitz? Die RUNDSCHAU weist den Weg. Ab sofort stellen wir Ihnen in unserer Serie „RUNDSCHAU-Freizeitspaß“ die schönsten Ausflugstipps zwischen Elbe-Elster-Land, Spreewald, Seenland und Neiße vor. Heute: die funkelnde und glitzernde Welt des Glases bei Cristalica in Döbern.

Majestätisch thront sie direkt neben der Bundesstraße 115, die Glaspyramide von Cristalica. Gerade bei Sonnenschein zieht sie die Blicke sofort auf sich. Abgegrenzt von der Straße wird das 18 Meter hohe Bauwerk durch einen Zaun, der mystische Gestalten aus dem Reich der Inka zeigt. Am Eingang empfängt den Besucher ein überlebensgroßer weißer Tiger, der mit seinen blauen Augen über die Pyramide zu wachen scheint. Sein Fell glänzt durch unzählige funkelnde Steine, die einen ersten Eindruck davon geben, was den Besucher in der Glaspyramide erwartet.

„Der Tiger ist ein halbes Jahr lang in Handarbeit mit Steinen besetzt worden“, sagt Kathleen Müller. Sie ist seit mehr als einem Jahr Managerin im Verkauf bei Cristalica und übernimmt auch gern Führungen durch die Pyramide und die angrenzende Fabrik. „Unsere Glaspyramide ist das größte Glaskaufhaus Europas, in seiner Pyramidenform ist es das größte der Welt“, sagt Kathleen Müller. Begeistert führt sie durch die zwei Etagen Verkaufsfläche der Pyramide. Dort reihen sich rund 6000 Glaskreationen zu einem nicht enden wollenden Meer aus Hinguckern aneinander.

„Doch Cristalica ist viel mehr“, sagt Kathleen Müller. Zwar werden viele angebotene Stücke nicht mehr bei Cristalica gefertigt, aber in den großen Fabrikhallen dahinter geht es immer noch geschäftig zu. Sie sind fester Bestandteil der Führungen bei Cristalica. In den Hallen gibt es nicht nur die Glasfertigung zu besichtigen. „Natürlich ist der Ofen der absolute Höhepunkt auf der Tour“, sagt Kathleen Müller. Leider steht das Gerät, in dem eigentlich bei über 1200 Grad Celsius Gläser, Vasen und vieles mehr hergestellt werden, zurzeit still. „Der Ofen muss nun mal repariert werden und das ist sehr aufwendig, gerade was die Ersatzteile anbelangt“, sagt Kathleen Müller. Aber bei Cristalica sei man optimistisch, ab Anfang Juli den Ofen wieder in Betrieb nehmen zu können. Auch ohne die heiße Glut sieht der Arbeitsbereich der Glasmacher imposant aus. In dem riesigen Geflecht aus Stahl, Rohren und Steinen schmelzen sie das Glas in einer Trommel und verwenden Zapfenfarbe oder Kröselpulver zum Färben des Glases.

Gefärbtes Glas wird mit weißem Glas überzogen oder umgekehrt. Ein Glasmacher produziert ungefähr fünf bis sechs Glasartikel pro Stunde. „Besonders faszinierend ist aber, dass man zu Beginn nie weiß, was aus dem Stück am Ende wirklich wird. Außerdem ist durch die Handarbeit jedes Stück ein Unikat, da irgendetwas immer anders wird“, sagt Kathleen Müller.

Noch mehr als auf Glas setzt Cristalica auf Personalisierung. Bei dem Döberner Unternehmen kann nahezu alles mit einem individuellen Muster, Bild oder Schriftzug versehen werden. Das Angebot dafür reicht von Krawattennadeln über Scheiben bis hin zu Textilien und vielem mehr. „Momentan können sich Besucher diesen Herstellungsprozess anschauen, was auch auf großes Interesse stößt“, sagt Kathleen Müller. Sie zeigt einen der Laser, die Glas mit feinen Gravuren versehen.

Auf dem Weg durch die Hallen lässt sich auch ein kleiner Blick in die Zukunft von Cristalica werfen. Überall stehen Figuren von Dschungeltieren oder Filmhelden aus Stahl. „Wir wollen in den nächsten Jahren zu einer Erlebniswelt werden“, sagt Kathleen Müller. Geplant sind noch größere Bereiche für Kinder und ein Restaurant mit exotischem Ambiente und Speisen sowie weitere Höhepunkte im Verkauf. Wie es am Ende aussehen wird, ist noch offen, sagt Kathleen Müller: „Glas wird weiterhin eine Hauptrolle spielen, doch aus Cristalica soll mehr werden. Was im Einzelnen alles zu erleben sein wird, lässt sich noch nicht sagen. Das mitzugestalten ist einer der schönsten Aspekte meiner Arbeit.“

Öffnungszeiten: Geöffnet hat Cristalica in der Forster Straße 36 in Döbern von Montag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Geschlossen ist Karfreitag, am Volkstrauertag, am Totensonntag sowie am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag. Eintritt: Für einen privaten Rundgang oder eine Shoppingtour durch die Glaspyramide fällt kein Eintritt an. Geführte Touren durch die Pyramide und Fabrik kosten pauschal bei einer Gruppe von bis zu zehn Personen 55 Euro, bei einer Gruppe ab elf Personen (maximal 24 Personen) 5,50 Euro pro Person. Ebenfalls angeboten werden eine Glasherstellung und Fabrikführung. Dafür betragen die Kosten bei einer Gruppe ab elf Besuchern acht Euro pro Person. Eine Gruppe von bis zu zehn Besuchern zahlt pauschal 80 Euro. Weitere Angebote für Touren finden sich unter: www.cristalica.de Parkmöglichkeiten: Finden sich ausreichend auf dem Parkplatz direkt neben der Pyramide. Das ist in der Region außerdem zu erleben: Nicht einmal zehn Kilometer entfernt findet sich die Confiserie Felicitas in Hornow. Dort kann die Schokoladenproduktion besichtigt werden. Die Confiserie bietet auch Kombitouren mit Cristalica an. Ebenfalls nicht weit weg ist die Stadt Forst mit ihrem Rosengarten. Döbern selbst ist ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren durch die Region mit dem Muskauer Faltenbogen. Die Döberner Heimatstube (Ringstraße 53) bietet einen Blick in die Ortsgeschichte und setzt dabei einen Schwerpunkt auf die Glasproduktion. Alle Orte unserer Serie „Freizeitspaß“ finden Sie online auch unter: www.lr-online.de/freizeitspass

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Öffnungszeiten: Geöffnet hat Cristalica in der Forster Straße 36 in Döbern von Montag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Geschlossen ist Karfreitag, am Volkstrauertag, am Totensonntag sowie am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag.

Eintritt: Für einen privaten Rundgang oder eine Shoppingtour durch die Glaspyramide fällt kein Eintritt an. Geführte Touren durch die Pyramide und Fabrik kosten pauschal bei einer Gruppe von bis zu zehn Personen 55 Euro, bei einer Gruppe ab elf Personen (maximal 24 Personen) 5,50 Euro pro Person. Ebenfalls angeboten werden eine Glasherstellung und Fabrikführung. Dafür betragen die Kosten bei einer Gruppe ab elf Besuchern acht Euro pro Person. Eine Gruppe von bis zu zehn Besuchern zahlt pauschal 80 Euro.

Weitere Angebote für Touren finden sich unter: www.cristalica.de

Parkmöglichkeiten: Finden sich ausreichend auf dem Parkplatz direkt neben der Pyramide.

Das ist in der Region außerdem zu erleben: Nicht einmal zehn Kilometer entfernt findet sich die Confiserie Felicitas in Hornow. Dort kann die Schokoladenproduktion besichtigt werden. Die Confiserie bietet auch Kombitouren mit Cristalica an. Ebenfalls nicht weit weg ist die Stadt Forst mit ihrem Rosengarten. Döbern selbst ist ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren durch die Region mit dem Muskauer Faltenbogen. Die Döberner Heimatstube (Ringstraße 53) bietet einen Blick in die Ortsgeschichte und setzt dabei einen Schwerpunkt auf die Glasproduktion. Die Orte unserer Serie "Freizeitspaß" finden Sie online auch unter www.lr-online.de/freizeitspass
 

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 07.05.2015


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E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 15.05.2015
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Kathleen Müller, Managerin im Verkauf bei Cristalica in Döbern, hier in einer der Sitzecken in der Pyramide.
Foto: S. Scheffler