Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
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Museen dürfen wieder besucht werden
Dabei gelten in Weißwasser und Hoyerswerda strenge Vorschriften zum Corona-Schutz. Nicht alle können das umsetzen.

Von C. KNAPPE, M. KOLODZIEJ, U. SCHULZ


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Im Glasmuseum vorher anmelden

Wieder geöffnet hat seit gestern das Glasmuseum in Weißwasser. Vorerst verkürzt von Dienstag bis Freitag jeweils 10 bis 16 Uhr. „Ich fühle mich irgendwie erlöst“, sagt Museumsleiterin Christine Lehmann. Die plötzliche Corona bedingte Schließung sei schon ein ziemlicher Schlag gewesen. Die Ankündigung dessen ereilte sie während eines Begleitvortrags zur Sonderschau über die archäologischen Funde aus 14.000 Jahren Tagebaugeschichte im Lausitzer Revier. Diese Sonderschau ist der absolute Renner. 761 Besucher wurden einschließlich der Vorträge bisher gezählt – so viele wie noch nie in Wintertagen. Sehr zur Freude (nicht nur) der Museumschefin wurde die Ausstellung bis 28. Juni verlängert. Danach wandert sie nach Knappenrode und wird dort als erste Schau in den neuen Räumen der Energiefabrik gezeigt.

Wer sie bis dahin in Weißwasser sehen will, muss sich entsprechend der Corona-Schutzmaßnahmen vorher telefonisch anmelden. Das Glasmuseum hat nur kleine Räume. Deshalb dürfen bis maximal vier Personen in die Sonderschau und neun in die Dauerausstellung eingelassen werden. Die Museumschefin vergibt ein Zeitfenster von jeweils einer Stunde. Nase-Mund-Bedeckung ist für Mitarbeiter und Besucher gleichermaßen Pflicht. Am Eingang sind Desinfektionsmittel zu nutzen. Der Eintritt wird in Handschuhen kassiert. Plakate weisen die Besucher auf die Einhaltung der strengen Hygieneregeln hin. Weil all das gar nicht so schnell zu organisieren war, ist das Glasmuseum Weißwasser erst seit Mittwoch wieder offen. Zwei Interessenten hatten auf die Ankündigung des Freistaats mit den Lockerungen für Museen ab 4. Mai vertraut und standen schon am Dienstag vor der Tür. Christine Lehmann musste sie unverrichteter Dinge wieder wegschicken.

Die Nutzung der interaktiven Angebote ist nicht erlaubt. Zwar sind in der Sonderschau die Filme zu sehen, die Texte aber nicht über Kopfhörer zu vermitteln. Sie wurden deshalb ausgedruckt.

Etwas Gutes habe die Schließung aber doch gehabt, sagt Christine Lehmann. Im Alltagsgeschäft bleibe ja viel liegen. Sie habe sich in der Zeit mit der Abrechnung der Fördermittel befasst – für den Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, die Sparkassenstiftung im Landkreis Görlitz und für die Sächsische Landesstelle für Museumswesen. Letztere hat die Sonderausstellung „Steinschläger – Pechkocher – Herzensbrecher. 14.000 Jahre Fundgeschichten im Lausitzer Tagebaurevier“ des Landesamtes für Archäologie mitfinanziert.

Jetzt freut sich Christine Lehmann auf viele Besucher. Zugleich ist sie gespannt darauf, wie die Wiederöffnung des Glasmuseums angenommen wird – ob die Menschen neugierig sind oder aber Vorbehalte haben und deshalb doch lieber fernbleiben.

Glasmuseum Weißwasser, Forster Straße 12: Wegen Corona verkürzt geöffnet von Dienstag bis Freitag jeweils 10 bis 16 Uhr. Anmeldung erforderlich Tel. 03576 204000
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Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, vom 07.05.2020


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail:
info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 07.05.2020


Christine Lehmann bringt im Glasmuseum wie gefordert die Hinweise zum Verhalten der Besucher in Zeiten von Corona an.
© Foto: J. Rehle
 
 
 
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