Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
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Museum lockt mit Jugendstilgläsern
Auch Thermometer, Diatret-Vasen und Süßes hinter Glas im Ausstellungsprogramm

VON DANIEL PREIKSCHAT
 



Das Ausstellungsprogramm 2015 für das Glasmuseum Weißwasser steht. Viele Besucher anlocken soll vor allem eine Auswahl an Jugendstilgläsern. Kinder indes dürfte eher die Ausstellung "Süße Oberlausitz", Jugendliche dürften die Museumsnächte ansprechen.

Ende November verwandelt sich das Glasmuseum in Weißwasser in ein Süßwarengeschäft. Schokolade, Baumkuchen und Kekse werden dann dort zu sehen und auch zu kosten sein. Geliefert werden die süßen Produkte sämtlich von traditionsreichen Unternehmen in der Oberlausitz, aus Pulsnitz beispielsweise, Niederoderwitz oder Görlitz, die erst verstaatlicht, später dann reprivatisiert wurden. Diese Ausstellung mit Süßigkeiten und Wissenswertem darüber soll in der Advents- und Jahreswendezeit besonders Kinder ansprechen. "Das versuchen wir ja immer mit unserer Weihnachtsausstellung", so Museumsleiterin Elvira Rauch.

Den Höhepunkt des Jahres jedoch verspricht sie sich von den Jugendstilgläsern des Jenaer Sammlers Volkmar Schorcht. Schon die Katalog-Abbildungen mit den vielfarbig schimmernden, fantastisch schönen Glaskunstwerken, die zum Teil mit Glasfäden durchwirkt sind, haben die Museumsleiterin tief beeindruckt. Da die Vasen, Schalen und Dosen bereits um 1900 in diesem Stil gefertigt wurden, gibt es in Weißwasser selbst keine vergleichbaren Exponate. Voraussichtlich am 19. Juni eröffnet der Jenaer im Glasmuseum seine Ausstellung.

Filigran gearbeitete Diatretglas-Vasen hingegen hat auch Weißwasser zu bieten. Aus Anlass seines 80. Geburtstages zeigt der ehemalige Bärenhütte-Musterschleifer Heinz Schade "Zeitlose Eleganz im Kristall" von Mitte September bis Mitte November. Korbgeflechtartig von Ranken, Schrift und Figuren umgebene Glaskörper sind zu sehen, die der Weißwasseraner mit enormem Geschick gefertigt hat.

Zwei Museumsnächte
Bereits ab dem 13. März ist eine eher wissenschaftlich anmutende Ausstellung zu sehen. Dann messen historische Thermometer die Temperatur im Museum. Dabei werden den Besuchern auch Geschichte und Anwendungsgebiete der Geräte erklärt. Horst Fasold, Vorsitzender im Förderverein des Glasmuseums, so Elvira Rauch, habe sich fasziniert gezeigt von dieser Wanderausstellung des Thermometer-Museums in Geraberg.

Statt nur einer Museumsnacht wie im vergangenen Jahr werde es 2015 zwei geben, so Elvira Rauch weiter. Während des Altstadtfrühlingsfestes hat das Museum am 27. März bis 22 Uhr geöffnet, zum Museumstag am 16. Juni dann sogar bis 0 Uhr. Die ungewöhnlichen Öffnungszeiten sollen das Museum gerade auch für jugendliche Besucher interessant machen. Im Vorjahr wurde das neue Angebot gut angenommen.

Stabile Besucherzahlen
Elvira Rauch nennt keine Besucherzahlen, sagt aber, dass sie auch 2014 "stabil" gewesen seien. Trotz einer vierwöchigen Renovierungspause in der besten Ausstellungszeit. Günstig für das Glasmuseum sei es immer auch, wenn es während der Saison am Bärwalder See regnet.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 09.01.2015


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 09.01.2015
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Vorlesestunden im Glasmuseum gibt es auch 2015. Zum Buch greifen wird unter anderem wieder Museumsleiterin Elvira Rauch.
Foto: J. Rehle