Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
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 Förderverein auf Bildungsreise

Von REINER KELLER


Der Förderverein Glasmuseum Weißwasser e. V. setzt sich nicht nur für die Bewahrung der Tradition von fast 140 Jahren Glasherstellung in Weißwasser ein – er ist auch offen für alles, was mit der Oberlausitzer, schlesischen und sächsischen Geschichte zu tun hat. Davon zeugt auch der Besuch der 3. Sächsischen Landesausstellung „via regia“ im Kaisertrutz in Görlitz. 

Mit bester Laune bestiegen gut zwei Dutzend der Mitglieder des Fördervereins am zweiten Sonntag im Oktober den modernen Triebwagen der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft, der sie vorbei an meist etwas verkommenen Bahnhöfen in die Kreisstadt brachte. Für so manchen war die Bahnfahrt in der Gruppe ein kleines Erlebnis, auf das er viele Jahre – nicht zuletzt aus preislichen Gründen bei Einzelfahrten – verzichtet hatte.

Unter dem Motto „800 Jahre Bewegung und Begegnung“ wird in technisch hervorragender Weise die historisch bedeutende Handelsstrasse „via regia“, die vor allem Thüringen und Sachsen mit Schlesien und Polen verband, dem Besucher nahe gebracht. Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Leben an und auf dieser Strasse zwischen Frankfurt am Main und Krakau, wobei der Schwerpunkt auf Görlitz und der Region liegt. „Sie geht dabei den Motivationen der Menschen nach, die sich auf der Suche nach Veränderung, Arbeit, Wissen und Wohlstand auf den Weg gemacht haben. Sie erzählt von Handel und Güterverkehr und dem Austausch von Kunst und Kultur.“ – so ist es in den Materialien zur Ausstellung zu lesen. 

Die überaus gelungene Präsentation mit hohem Informationsgehalt ist noch bis Ende Oktober zu sehen. Sie ist lebendiger Geschichtsunterricht und sollte eigentlich von jedem gesehen werden.

Die Besichtigung der Ausstellung war ein Genuss – nicht zuletzt bedingt durch die sehr angenehme, lebendige und kompetente Führung seitens Herrn Eichhorn, der die Ausflügler am Nachmittag auf dem Rundgang durch die historische Altstadt sozusagen „am Objekt“ noch mit sehr viel Wissenswertem bekannt machte.

Zum Abschluss der „Bildungsreise“ wurde noch Station beim letzten Handglasmachermeister weit und breit in Person von Dieter Tusche gemacht. In seinem Erlebniscafe in der „Schwarzen Gasse“ kann der Besucher verfolgen, wie aus flüssigem Glas kunstvolle Gegenstände entstehen, die auch gleich zu erwerben sind.

Ein Dank an Horst Fasold, der die Exkursion nach Görlitz bestens organisiert hatte.


Quelle: Glasmuseum, Oktober 2011ews290411.htm


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 10.10.2011


 

Die Mitglieder des Fördervereins beim Stadtrundgang
Foto: H. Fasold