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Aufwärmphase nach dem Schlussstein

Von Uwe Schulz 


Viel Platz war an der eingerüsteten Glaswanne des Bernsdorfer O-I-Glaswerkes gestern nicht. Und so blieben die meisten der 90 Glaswerker in der zum Festbereich umfunktionierten Lagerhalle sitzen, als der Schlusstein in dem Gewölbe aus feuerfestem chinesischen Steinen gesetzt wurde.

Die Firmenchefs mit Landrat Michael Harig und Bürgermeister Harry Habel und anderen Gästen zogen zur Glaswanne. O-I-Deutschland-Geschäftsführer Joachim Herzig benötigte nur wenige kräftige Schläge, um den Stein einzupassen. Am Montag beginnt das langsame Hochheizen der Glaswanne. Und nach etwa zwei Wochen wird man in Bernsdorf wieder Glas schmelzen. „Wir hoffen auf sauberes und gutes Glas“, sagt Betriebsleiter Andreas Sonneberg.

An den 90 Mitarbeitern (Auszubildende mitgerechnet) soll es nicht liegen, die Produktion wieder optimal hochzufahren, Flaschen in allen Größen für Jägermeister, Wilthener und Becherovka in hervorragender Qualität zu produzieren. Sie seien gut und hochmotiviert, das sei offenbar, daran ließ Landrat Michael Harig keinen Zweifel, wohl entscheidend dafür war, dass O-I in Bernsdorf in die Werksinstandsetzung 6,5 Millionen Euro investiert. Und die Bernsdorfer haben einen auf seine Weise hochambitionierten Bürgermeister. Der sagte in seinem Grußwort vor Joachim Herzig, dass ein richtiger Glas-Standort ja erst einer sei, wenn es eine zweite Glaswanne gibt. Das freundliche Lachen von Joachim Herzig bedeutete wohl: „Schau'n wir mal.“

„Ich hoffe, dass das heute nur ein Zwischenschritt ist. Ein richtiger Glasstandort wird es erst, wenn es eine zweite Wanne gibt“, sagt Harry Habel, Bürgermeister von Bernsdorf.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Hoyerswerda, vom 10.04.2010


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Aktualisierung:
16.04.2010