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Glasmuseum will Besuchermarke von 3500 knacken
Breites Ausstellungsangebot und Exponate von Wagenfeld im Muskauer Schloss


Von Daniel Preikschat


Einmachgläser, Porzellan-Puppen und DDR-Modeschmuck sollen dem Glasmuseum dazu verhelfen, in diesem Jahr erstmals die Marke von 3500 Gästen zu erreichen. Außerdem unterstützt das Museum eine Wagenfeld-Ausstellung im Muskauer Schloss.

Das Glasmuseum Weißwasser hat es von der Tochter des wegweisenden Produktdesigners Wilhelm Wagenfeld sogar schriftlich bekommen. Bei einem Besuch in der Stadt schrieb sie ein Brief-Zitat ihres Vaters aus dem Jahr 1960 ins Gästebuch, das da lautet: „Nach dem Krieg habe ich allerdings nirgendwo wieder so viel Zustimmung und so viel freie Entscheidung haben können wie bei meinem Tun in Weißwasser.“ Nur zu gern stelle das Museum daher dem Cottbuser Kurator Siegfried Kohlschmidt Arbeiten Wagenfelds aus seiner Weißwasseraner Zeit als künstlerischer Leiter der Lausitzer Glaswerke zur Verfügung. Gezeigt werden sie vom 9. Mai bis Anfang Oktober im Westflügel des Schlosses in Bad Muskau. „Für uns ist das die wichtigste Sonder-Ausstellung außerhalb des Museums“, sagt Elvira Rauch.

Ein neuer Präsentationsort für Leihgaben aus dem Glasmuseum ist in diesem Jahr auch das Barockschloss Rammenau. „Licht und Glas“ heißt die Ausstellung mit Werken der Weißwasseraner Glaskünstler Heinz Schade, Gotthard Petrick, Hans-Georg Werlich, Lothar Hentschke und Hartmut Branzk. Sie ist vom 27. November bis 28. Februar zu sehen.

Große Resonanz erhofft sich Elvira Rauch, wenn das Glasmuseum vom 11. Mai bis zum 5. August „Modeschmuck aus der DDR“ zeigt. „Die Exponate werden für viele Besucher hohen Wiedererkennungswert haben.“ Dabei arbeitet das Glasmuseum mit dem Museumsdorf der Glashütte im brandenburgischen Baruth zusammen. Dort lief die Ausstellung sehr erfolgreich, so Elvira Rauch.

Vom 17. August bis 11. November stellt der Görlitzer Rainer Trumpf in der Reihe „Glaskünstler unserer Region“ aus.

Eine bewährte Konstante ist auch die Weihnachtsausstellung. Vom 30. November bis in den Januar 2013 hinein können Besucher die „Wunderwelt der Märchen“ erkunden. Darsteller sind die 80 bis 90 Zentimeter großen Porzellan-Puppen von Christel Weist. Begleitend zur Ausstellung werden wieder Weihnachtsgeschichten erzählt – wahrscheinlich von Elvira Rauch selbst.

„Mal was anderes“ gibt es im Museum gleich zu Anfang des neuen Jahres vom 10. Februar bis 29. April zu bestaunen. Nämlich Einmachgläser. Dabei handele es sich um einen wissenschaftlich begleiteten Exkurs „Rund ums Glas“, kündigt Elvira Rauch an.

Mit diesem Gesamtangebot will man im Museum endlich die Besucher-Marke von 3500 knacken. Eine neu geordnete ständige Ausstellung und stabile Eintrittspreise sollen dazu ihren Teil beitragen. 2011 kamen rund 3200 Besucher ins Museum. Für die Museumschefin war das nicht gerade zufriedenstellend. „2010 waren wir mit 3448 Gästen schon weiter.“

Zum Thema:

Außer den größeren Sonderausstellungen richtet das Glasmuseum in Weißwasser im Erlichthof in Rietschen am 5. August wieder einen Glastag aus. Zu sehen sind Gläser und Werkzeugen aus dem eigenen Fundus. Die werden auch am 17. und 18. August beim Ostermarkt in der Lausitzhalle in Hoyerswerda präsentiert.


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser,  vom  11.01.2012


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E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 11
.01.2012


 

Elvira Rauch, Leiterin des Glasmuseums 
Foto: D. Preikschat