Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
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Treffen „Ehemaliger“

Von Waldemar Theobald



Nachdem wir unser Studium an der Glasfachschule in einer Zeit beendet hatten, als Weißwasser nicht nur eine Hochburg des Eishockeys sondern auch der Glasindustrie war, haben wir uns, der Jahrgang Glastechnik (GT) 64, nach 50 Jahren im April 2017 wieder in Weißwasser getroffen.

Natürlich hat zu dem Programm auch ein Besuch des Glasmuseums gehört. Als Absolventen der Glasfachschule und somit als Kenner der Materie waren wir vom Glasmuseum mehr als angenehm überrascht. Bereits der Einführungsfilm mit dem Schwerpunkt „Technologie der Hafenschmelze“ gab in der heutigen Zeit der Glasmassenproduktion einen sehr guten Einblick in das traditionelle Glashandwerk.

Der anschließende Rundgang bot einen guten Überblick über altes Handwerkszeug und verschiedene Weiterverarbeitungstechnologien. Die ausgestellten Exponate zeigen nicht nur eine große Vielfalt über das, was mit Glas alles gemacht werden kann, sondern dürften auch zum Teil großen Seltenheitswert besitzen. Einige Gläser sind so kunstvoll ausgeführt, dass auch uns nicht gleich erkennbar war, mit welcher Technik und mit welcher Handfertigkeit sie gestaltet wurden.

Nicht vergessen wurden die bekannten Glasdesigner wie Wagenfeld, Schäfer und Bundtzen, die wesentlich zum guten Ruf des Weisswasseraner Glases beigetragen haben. Das Glasmuseum ist eine gelungene Einrichtung, die das Andenken an die einst beherrschende Glasindustrie bewahren wird. Eine gute Entscheidung war auch, die Führung durch das Museum durch altgediente Glasmacher durchführen zu lassen.

Leider liegt, wie überall, auch Gutes und Schlechtes in Weißwasser eng beieinander. Als Absolventen haben wir nahezu schockiert vor unserer Glasfachschule gestanden und konnten nicht begreifen, in welchem Zustand sich diese ehemalige Studieneinrichtung befindet. Wenn auch nach der Wende die Fachschule Zwiesel den Vorrang bekommen hat, kann das keine Entschuldigung für die derzeitige Vernachlässigung der Gebäude sein. Man sollte nicht vergessen, dass hier Glasingenieure ausgebildet wurden, die wesentlich zum guten Ruf des Weißwasseraner Glases, auch weit außerhalb Deutschlands, beigetragen haben.

Quelle: GM im Mai 2017


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Aktualisierung:
11.05.2017