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Glasdesigner aus Österreich schauen sich in Spremberg um


Mit bunten Bleikristallsplittern ist der Österreicher Johannes Kober in dieser Woche durch Spremberg gereist. An seiner Seite hatte der Verkäufer der Glaszone GmbH aus Werschenschlag Hans-Werner Dobberstein von der Spremberger Altstadtsanierungsgesellschaft (ASG).

Beim Farbabgleich: Wolfgang Schröder (l.), Systeme in Glas, und Johannes Kober, Glaszone GmbH. Foto: Annett Igel Foto: Annett Igel
Wie Dobberstein mitteilt, habe es den ersten Kontakt zu den Österreicher Glasdesignern im Jahr 2005 gegeben. Auch Wolfgang Schröder, Inhaber der Spremberger Firma Systeme in Glas, war im Januar 2006 mit in Werschenschlag, als die GmbH zum Kristall-Treff einlud und eine Weltneuheit präsentieren konnte. Durchgefärbte Kristallglassplitter können in Scheibenzwischenräumen von Isolierglasbauten zu verschiedenen Mustern, Wappen, Schriftzügen und sogar Werken des Künstlers Friedensreich Hundertwasser ((1928-2000) zusammengefügt werden. Zusammengehalten werden die Splitter von einem eigens entwickelten Bindemittel, wofür sich die Glaszone GmbH inzwischen ein Europa-Patent gesichert hat. Ob Türen, Raumteiler, Duschwände, Schall- und Sichtschutzzäune, Bushaltestellen, Möbel oder große Glaselemente in der Architektur – das Unternehmen wagt sich an viele Projekte ab einer Scheibenstärke von 12 Millimetern und baut dabei Kober zufolge auf deutsche Zulieferer.

Mit Wolfgang Schröder hofft er, einen Anbieter der Glaszone-Produkte zu finden. Noch sei Schröder der Preise wegen skeptisch, dass sich unter seinen Kunden Interessenten dafür finden. Doch es gibt noch einen zweiten Grund für Kobers Reise. Neben den zwei deutschen Produktionsstätten in Bayern und im Ruhrgebiet will die Glaszone „hier“ eine dritte Produktionsstätte errichten. Ob sein „hier“ Spremberg oder die Lausitz meint, wollte Kober noch nicht sagen. Nur: Die Nähe zu Polen und Berlin gefiele ihm, sagt er. Dobberstein präsentierte beim Treffen einen Entwurf für einen Leuchtkörper mit Fotovoltaik, dem Schriftzug „Willkommen in Spremberg“ und dem Wappen der Stadt aus Kristallsplittern. Solch ein Produkt der Österreicher könne bald an Sprembergs Ortseingängen stehen – befestigt auf einem Findling aus dem Tagebau.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Forst,  vom 11.06. 2009


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Aktualisierung:
11.06.2009


 

Beim Farbabgleich: Wolfgang Schröder (l.), Systeme in Glas, und Johannes Kober, Glaszone GmbH.
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