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Glaskünstler bieten Flaschenteufel und bunte Perlen
Rietschen „Glas, Perlen & Co“ haben am Sonntag zum dritten Mal beim Kunsthandwerkermarkt im Erlichthof im Mittelpunkt gestanden. 19 Teilnehmer legten ihre Raritäten aus Glas aus

VON MARTINA ARLT


Zu den Ausstellern und Händlern gehörten das Glasmuseum Weißwasser, Stölzle Glas Weißwasser, Cristalica aus Döbern, Tusche-Glas aus Rietschen sowie aus Radeberg, Schirgiswalde und auch aus Tschechien. „Das Kunsthandwerk ist sehr vielseitig, und so laden wir seit einiger Zeit mehr zu themenbezogenen Märkten ein, so wie heute das Glas in den Vordergrund rückt“, sagte Hagen Rüger, Mitarbeiter der Natur- und Touristinformation im Erlichthof.

Auch die 21-jährige Emily Tusche aus Rietschen baute ihren Stand auf, mit Glaswaren von ihrem Papa Dieter Tusche. „Mein Vati ist Glasmacher seit seinem 14. Lebensjahr, er kennt sich in diesem Metier bestens aus. Heute ist er 63 Jahre, doch es ist immer noch ein Familienbetrieb. Ich betreue die Oberlausitzer Schauglashütte in Görlitz“, erzählt Emily.

Kleine gläserne Raritäten waren auf den Tischen von Gabriele Schmidt zu entdecken. Glasschreiber, Flaschenteufel, Glasmurmeln oder Bowlespießer hatte sie im Angebot. Die 49-jährige Rietschenerin ist aus dem ehemaligen Glasstübchen des Erlichthofes bekannt und geht gern auf Messen in Frankfurt/Main oder in Leipzig einkaufen. „Ich kaufe weltweit ein, es ist alles Handarbeit. Auch Lauschaer Glas ist noch zu haben. Die Besucher hätten heute zwar mehr sein können, aber diejenigen, die kamen, haben auch etwas gekauft“, sagte Gabriele Schmidt.

Gern blieben die Besucher auch an der Gravurmaschine des 72-jährigen Bleiglasschleifers Lothar Henschke aus Weißwasser stehen. „Ich habe kleine Motive vorgeführt wie Blümchen oder Weinlaub“, so der Weißwasseraner, der sich 1985 als Bleiglasschleifer selbstständig machte.

Grit Striese vom Biosphärenreservat nutzte gleich die Gelegenheit und bemalte mit den Kindern Glasgefäße für den Hausgebrauch. „Diese aufgemalten Farbmotive kann man im Backofen haltbar machen“, sagte sie.

Steffi Kunath aus Radeberg brachte ihre kunstvollen Glasgravuren vom Schnapsglas bis zum Spiegel mit. „Spezielle Wünsche kann ich gern auf ein Glas gravieren. Bei mir ist jedes Glas ein handgraviertes Unikat. Und ist der Umsatz mal nicht so, dann habe ich wenigstens einen schönen Tag im Erlichthof verbracht“, so Steffi Kunath.

Bereits am 7. August gibt es zum Handwerkermarkt jede Menge „Holz, Kunst & Co“ mit Holz-Handwerkern im Erlichthof zu erleben.

Während der Sommerferien wird dienstags im Webhaus gefilzt, mittwochs in der Keramikscheune getöpfert, donnerstags im Hofladen gebuttert, und freitags können im Hofladen Körbe geflochten werden. Weitere Termine im Internet unter www.erlichthof.de


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser  vom 11.07.2011ews290411.htm


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 13.072011


 

Emily Tusche aus Rietschen kommt aus einer Glasmacherfamilie und war an ihrem Stand von Schau- und Kauflustigen oft dicht umringt. 
Foto: M.  Arlt