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Thema Holz zieht sich wie ein roter Faden durch den Rundgang
"Tag des offenen Denkmals" im Glasmuseum

VON MARTINA ARLT
 


Der "Tag des offenen Denkmals" ist auch für das Glasmuseum in Weißwasser ein fester Termin im Jahr, wenn es um denkmalgeschützte Gebäude geht. Denn die Villa des ersten erfolgreichen Glasfabrikanten Wilhelm Gelsdorf wurde in den 1990er-Jahren rekonstruiert und 1996 als Glasmuseum eingeweiht.

Im Rahmen der Initiative der Deutschen Stiftung Denkmalschutz steht in diesem Jahr das "Holz" im Mittelpunkt des "Tages des offenen Denkmals". Auch dazu hatten die beiden Fachmänner der Denkmalkommission Weißwasser, Günter Segger und Wolfgang Hoyer, viel Interessantes zu berichten.

Besonders in der Glasindustrie war teilweise das Holz nicht wegzudenken. Denn für die Glasschmelzhafen-Herstellung wurde Holzwerkzeug verwendet, das im Glasmuseum ausgestellt ist. Ende der 1980er-Jahre schuf der Künstler Gerd Hallaschk aus Pechern eine Eichenholzskulptur, die sich vor dem Gebäude in der Forster Straße befindet. "Künstler wollen mit ihren Arbeiten bestimmte Dinge ausdrücken. So erinnern die runden Formen dieser Holzskulptur eines Glasmachers an einen Glastropfen", so Günter Segger, Vorsitzender der Denkmalkommission Weißwasser.

In den Räumen des Museums erinnern ein Kamin mit Holzfeuerung, der Treppenaufgang und auch das Parkett an das Material "Holz". Zahlreiche Besucher konnten am Sonntagnachmittag im Glasmuseum begrüßt werden, die von Günter Segger und Wolfgang Hoyer bei den Führungen umfangreiches Wissen vermittelt bekamen.

Wilhelm Gelsdorf gehörte zu den Wegbereitern der industriellen Glasherstellung in Weißwasser. Er kam 1877 mit seiner Familie und weiteren 26 Glasmacherfamilien aus Schlesien und übernahm eine Glasfabrik in Weißwasser. Das heutige Glasmuseum wurde 1924 als Wohnhaus erbaut.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 11.09.2012


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 11.09
.2012


 

Wolfgang Hoyer und Günter Segger (2. v. li.) vermittelten am Sonntagnachmittag den Besuchern viel Wissenswertes zum Thema Glas und Holz.
Foto: M. Arlt