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Glasmuseum würdigt Joseph Schweig
Ausstellung ehrt Industriepionier / Polnische Künstler und Töpfermeisterin stellen 2013 aus


VON Daniel Preikschat


Das Glasmuseum Weißwasser hat sein Programm für 2013 geschnürt. Weißwassers Ehrenbürger Joseph Schweig, die Krauschwitzer Töpfermeisterin Kathrin Najorka, junge polnische Glaskünstler und Glas-Krippen sind dieses Jahr die Hauptakteure.

Hobby-Historiker Werner Schubert aus Weißwasser und seine Mitstreiter im Verein "Zukunft gestalten, ohne zu vergessen", Elvira Rauch vom Glasmuseum Weißwasser sowie Schüler und Lehrer des Landau-Gymnasiums haben in den kommenden Wochen viel zu besprechen. Gemeinsam werden sie festlegen, wie Joseph Schweig dem breiten Publikum in einer Ausstellung präsentiert werden kann. Der Ausstellungszeitraum ist schon eingetaktet. Vom 1. März bis 5. Mai sollen die Exponate zu sehen sein. Der Arbeitstitel lautet: "Joseph Schweig – sein Wirken für Weißwasser".

Schweig-Experte Werner Schubert hat schon Vorstellungen, welche Exponate das sein könnten. Er verfüge über Original-Dokumente aus der Zeit, in der Schweig in Weißwasser gewirkt hat. Zeitungsausschnitte, Urkunden, Fotos seien vorhanden. Zudem habe das Glasmuseum etliche Glas-Produkte verwahrt, die in Schweigs Betrieben gefertigt worden sind und als Exponate infrage kommen. Gedacht sei auch daran, einen Film über den jüdischen Industriellen zu zeigen, den Landau-Gymnasiasten gefertigt haben, und Vorträge zu Gehör zu bringen.

Schon freuen können sich die Museumsbesucher auch auf die Glaskunstwerke junger Polen. Dank der guten Verbindungen des Glasmuseums Weißwasser zum Muzeum Karkonskie in Jelenia Góra werden im Herbst Arbeiten der Künstler aus dem Nachbarland gezeigt.

Vielen Weißwasseranern schon bekannt sind die Töpfereien von Kathrin Najorka aus Krauschwitz, die selbst im Ausland begehrt sind. Eine Auswahl ihrer Krüge, Töpfe, Schalen, Becher und Vasen sind seit Anfang des Jahres im Lake District in England zu sehen. In den französischen Pyrenäen und in Taiwan stellt die Krauschwitzerin auch noch aus. "Deshalb sind wir froh, Frau Najorkas Kunst im Sommer zeigen zu können", so Museumsleiterin Elvira Rauch. Der Termin werde noch genannt.

Ähnlich viele Zuschauer wie derzeit die märchenhaften Porzellanpuppen soll von Dezember bis Februar dann auch die nächste Weihnachtsausstellung im Museum haben. Gezeigt werden Schwippbögen und Krippen aus Glas von Marion Fischer aus Marienberg im Erzgebirge.

Zu den Besucherzahlen im Jahr 2012 teilt der Förderverein des Museums mit: "Der kontinuierliche Aufwärtstrend in den Besucherzahlen wurde bestätigt." Die Präsentation von Wagenfeld-Exponaten in der Ausstellung im Muskauer Schloss habe dem Museum zusätzlich viel Aufmerksamkeit eingebracht.

Auch 2013 leihen die Weißwasseraner Exponate aus. Noch bis Ende März sind im Kreiskrankenhaus Stücke nach Entwürfen Wilhelm Wagenfelds zu sehen. Bleikristall und Werkzeuge aus dem Fundus des Museums bereichern im März den Ostermarkt in der Lausitzhalle in Hoyerswerda. Der Erlichthof Rietschen bekommt zum Glastag Glasexponate und Werkzeug ausgeliehen.

Zum Thema:
Der jüdische Industrielle Joseph Schweig, 1850 in Bretzenheim geboren, gilt als der Vater des industriellen Aufschwungs in der Stadt. 1899 gründete er die Neuen Oberlausitzer Glashüttenwerke Joseph Schweig & Co. Schweig war auch politisch als Vorsitzender des freisinnigen Wahlvereins und Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei engagiert. Im Januar 2007 ernannte ihn die Stadt posthum zum E hrenbürger.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 12.01.2013


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Aktualisierung: 12.01.2013