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Rentner führt Nachfahren zusammen  
Eine Ausstellung über Dorothea von Philipsborn wird im Glasmuseum in Weißwasser ab Mai gezeigt. Macher Gerhard Schicht sucht dafür Zeitzeugen

Von Sabine Larbig



Gerhard Schicht ist 73 Jahre und eigentlich Rentner. Doch die Kunst, besonders Leben und Werk von Dorothea von Philipsborn, lassen ihn nicht los. Derzeit bereitet Schicht – der die Künstlerin persönlich kannte und „ihr oft sonntags im Atelier zuschaute“ – über sie eine Ausstellung vor.

Eröffnet wird sie am 29. Mai im Glasmuseum Weißwasser. Da Gerhard Schicht dort als Fördervereins-Mitglied aktiv ist, lag es als Ausstellungsort nahe. Ebenso der Termin: Am 20. Mai wäre der 115. Geburtstag von Dorothea von Philipsborn.

Bereits 1992 bis 2001 organisierte Gerhard Schicht federführend regionale Ausstellungen über die Lausitzer Künstlerin. Mit großem Besucherinteresse – auch in ihrer Geburtsstadt, dem polnischen Strelitz. „Als die örtliche Schule, die in ihrem einstigen Gut untergebracht ist, davon erfuhr, gingen Kinder und Lehrer im Park auf Spurensuche. Sie fanden dort drei vergrabene Porträtköpfe“, erinnert sich Gerhard Schicht. Auf diese Funde, weitere rund 20 Skulpturen sowie Informationstafeln, historische Fotos, Erinnerungen von Zeitzeugen und eine Broschüre zur Ausstellung werden Besucher in Weißwasser treffen. „Die Broschüre ist in Erarbeitung“, so Schicht. Sie enthält auch Rückblicke: unter anderem von Bärbel Trause aus Trebendorf, deren Vater und einstiger Bürgermeister der Künstlerin eine Behelfswerkstatt besorgte. „Und sie stellt für die Ausstellung eine Leihgabe bereit“, weiß Gerhard Schicht. Er bittet auch die Bürger um weitere Leihstücke und ruft Zeitzeugen auf, sich beim Glasmuseum unter 03576/204000 zu melden.

Familienmitglieder eingeladen

Nach Weißwasser soll die Ausstellung wandern: Nationalgalerie und Uni-Bibliothek Breslau wurden bereits Angebote gemacht. Sie stellen ebenfalls Ausstellungsstücke bereit. Gerhard Schicht: „Das ist ein Beitrag zur Bewahrung des gemeinsamen Kulturerbes.“

Der Clou, meint er, sei aber eine indirekte Familienzusammenführung. „Durch die Ausstellung wird deutsch-deutsche Geschichte am Beispiel der Philipsborn-Nachfahren aufgearbeitet.“ Sie alle seien zur Vernissage eingeladen, wo sie sich erstmals persönlich treffen.

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, vom 12.02.2009


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Aktualisierung: 12.02.2009