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Botschafterin der Glaskunst feiert Geburtstag
Heute vor zehn Jahren stellte Verona Gröschner erstmals öffentlich den Glaskalfaktor dar. Seither vermarktet er die Glasstadt.

Von Sabine Larbig


Wenn der Glaskalfaktor – alias Verona Gröschner – Touristen durch das Glasmuseum führt oder mit ihnen Stadt, Parks und Ausflugsziele erkundet, geht keiner verloren. Die Markenzeichen – klappernde Holzpantinen, Glasmacherhemd, Schiebermütze und lauter Redefluss – verhindern dies. „Vor zehn Jahren hätte ich nie gedacht, so lange den Glaskalfaktor darzustellen. Als 60-Jährige mit Besuchern durch die Gegend toben kann ich mir auch nicht vorstellen“, bekennt Verona Gröschner.

Am 12. März 2001 schlüpfte sie beim Brückenfest in Bad Muskau erstmals in die Rolle der Symbolfigur „mit Herz und Schnauze“, die seit 2003 sogar als offizieller Botschafter der Oberlausitz deutschlandweit in touristischer Mission unterwegs ist. Was bislang Ehrenamt und Freizeitspaß war, will Verona Gröschner ab diesem Jahr schrittweise zum Beruf machen: Das Locken von Touristen in die Region, ihre Betreuung und das Vermitteln unvergesslicher Reiseerlebnisse in einer Region, von der letzteres meist nicht erwartet wird.

„Wir haben soviel zu bieten und müssen uns nicht vor bekannten Urlaubsregionen verstecken“, sagt Verona Gröschner. Mit Komplettprogrammen für Busreisefirmen, Entdeckungsfahrten für Teilnehmer aus und um Weißwasser, der Etablierung eines Flyer-Verteilsystems – für das sie den Innovationspreis der Touristischen Gebietsgemeinschaft erhielt – und Einsätzen als Glaskalfaktor will sie den Sprung in die Selbstständigkeit schaffen. Sogar eine neue Glaskalfaktor-Postkarte ist geplant. Nutzen will Verona Gröschner zur Umsetzung ihrer Ideen bestehende Kontakte zu Veranstaltern, Gastronomen, touristischen Anbietern. Denn der Glaskalfaktor - und somit Verona – sind schon jetzt über Stadtgrenzen bekannt. „Verona begeistert unsere Kunden und Busfahrer mit ihrer frischen, sympathischen Art. Vor allem kann sie wirklich zu allem, was erlebt und besucht wird, etwas erzählen“, lobt Carmen Frömert, Geschäftsführerin von Pulsnitztal-Reisen. Wenn sie eine Fahrt mit dem Glaskalfaktor anbietet, ist der Erfolg meist garantiert. „Am 1. April fahren wir wieder mit 44 Reisenden nach Weißwasser“, verrät sie.

Dass Verona viel von der Glastradition weiß, ist kein Zufall. Ihre Mutter war Bleiglasfeinschleiferin in der Bärenhütte in Weißwasser, wo auch die Schülerin Verona viele Stunden verbrachte. Beim praktischen Unterricht lernte sie dort nicht nur Glasbläser und -schleifer und ihre harte Arbeit und Anekdoten kennen. „Wir bauten im Unterricht sogar gepolsterte Armstützen für Glasschleifer“, erinnert sie sich.

Gefeiert wird heute übrigens nicht. Nur Erinnerungen und Fotos und „mal ein ruhiger Tag mit Familie“ begleiten den Jubiläumstag.

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, 12.03.2011


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 12.03.2011


 

Ein Höhepunkt im Leben des Glaskalfaktors: Gemeinsam mit dem Wasserturm warb Verona Gröschner2005 für den Tag der Sachsen in Weißwasser.
Archiv-Foto: SZ/Th. Lehmann
Foto: privat