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 Arbeit für mehrere Jahre
Nach Weißwasser und Bad Muskau ist das Heimatschutzbataillon 18 aus Braunschweig in diesem Jahr in der Gemeinde Krauschwitz im Einsatz

Von Regina Weiß


In Pechern werden zwei Denkmäler mithilfe der Reservisten saniert. Ein idyllisches Plätzchen haben sich die Männer um Oberstleutnant a.D. Wilhelm Minschke in diesem Jahr zum Arbeiten ausgesucht.

Nahe der alten Fachwerkkirche in Pechern gilt ihre ganze Aufmerksamkeit zwei sichtlich in die Jahre gekommenen Denkmälern. Das für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges steht direkt neben der Kirche. Dort ist die Treppe aufgearbeitet worden, das Denkmal selbst bedarf nach Sicherungsarbeiten noch der Hand eines Steinmetzes.

Das für die Gefallenen aus dem Krieg 1870/71 war gar nicht mehr an seinem Platz vorhanden. Es lag in Einzelstücken im Gebüsch an der Kirche und wurde bei einer Vor-Ort-Besichtigung entdeckt. „Anhand alter Bilder, die sich die Gemeinde von einem Ortschronisten besorgt hat, wurde der Standort für das Denkmal festgelegt“, erzählt Günter Segger, Leiter der Denkmalkommission der Stadt Weißwasser, der RUNDSCHAU vor Ort. Der Bauhof der Gemeinde leistete die Vorarbeit und goss das Fundament und den Sockel. Dann wurden die Einzelteile des Denkmals durch die Reservisten zusammengesetzt und mit Stahlstangen verbunden. „Da das Sandstein ist, bedarf es eines Spezialklebers, um die Steine dauerhaft zu verbinden“, erklärt Wilhelm Minschke. Bereits vor drei Wochen war alles durch die Gemeinde bestellt worden, doch an der Lieferung hat es bislang gehapert. Das einzige Problem. „Ansonsten ist auch diesmal wieder alles gut vorbereitet“, sagt Wilhelm Minschke.

Wie die Ortschronisten zu erzählen wissen, hat es um das Denkmal der Gefallenen des Krieges 1870/71 früher eine runde Bank gegeben. „Das wäre doch toll, wenn diese künftig hier wieder stehen könnte. Vielleicht findet sich ja ein Sponsor, der der Gemeinde unter die Arme greifen kann. An der Stelle, direkt am Radweg gelegen, würde sich das richtig gut anbieten“, findet Wilhelm Minschke. Und Günter Segger aus Weißwasser kann das nur nickend unterstützen. Dem Mann liegen Denkmäler am Herzen und so trat er mit dem Krauschwitzer Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) in Kontakt, als dieser ihn angeschrieben hatte. Das gute Zusammenspiel von Segger und den Reservisten hatte sich herumgesprochen. In Weißwasser und Bad Muskau sprachen die Projekte für sich.

In Weißwasser brachten sich die Reservisten bei der Gestaltung des Pfad des Gedenkens auf dem Friedhof Weißwasser ein, in Bad Muskau bekamen Kriegsgräberanlagen auf den Friedhöfen Berg und Köbeln ein ordentliches Aussehen.

„In Krauschwitz gibt es Arbeit für mehrere Jahre“, weiß Segger. Jeder Ortsteil der Gemeinde habe Kriegsgräberanlagen. „Bei zwei Maßnahmen müssen wir Projekte machen und sie bei der Deutschen Kriegsgräberfürsorge einreichen. Das bedarf Vorarbeit“, weiß Günter Segger. Die Reservisten können also gern wiederkommen.

Gut aufgehoben und umsorgt fühlen sie sich allemal. Auch 2011 gibt es wieder Kultur: Diesmal stand ein Besuch im Museum Sagar an.

Und auch einen Begegnungsabend in Boxberg gibt es. Bei Vattenfall sind die zehn Männer untergebracht und werden versorgt. „Dort sind wir wieder ganz freundlich begrüßt worden. Die Verpflegung ist super“, lobt Minschke.


Zum Thema:

Die Fachwerkkirche in Pechern bedarf laut Einschätzung von Günter Segger ebenfalls dringender Sanierungsarbeiten. Ihr Baujahr ist nicht bekannt, erste Hinweise stammen aus den Jahren 1593 und 1597. Der Zahn der zeit hat am Holz sehr deutliche Spuren hinterlassen. Laut Segger werde es erforderlich sein, dafür ein Projekt zu erstellen, um an Fördermittel zu kommen.


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser  vom 12.05.2011ews290411.htm


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Aktualisierung: 13.05.2011


 

Günther Segger zeigt ein Foto, wie der Platz mit Denkmal früher aussah
Peter Schaper, Mitglied des Heimatschutzbataillons, bei der Arbeit am Denkmal
Fotos: R. Weiß