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Spiegel und Glas nach Maß
Weißwasseraner Manufaktur SpiegelArt liefert weltweit

Von ChRISTIAN Köhler


Schon zu DDR-Zeiten hat es in Weißwasser eine Spiegelfabrik gegeben. Doch mit der Wende ist der Betrieb geschlossen worden. Damals, 1990, arbeitete der Kraftwerker Steffen Noack in der Fabrik und war wie so viele von der Schließung betroffen. "Es gab den Aufruf an die Mitarbeiter, die restlichen Spiegel noch zu verkaufen", erinnert sich der heutige Geschäftsführer von SpiegelArt in Weißwasser. Zuerst ist Steffen Noack auf Trödelmärkte gefahren und hat dort Spiegel verkauft. "Mit der Zeit haben sich gute Kontakte aufgetan", erinnert sich der Weißwasseraner, "und die Leute wollten individuelle Spiegel." Das war die Geburt der Geschäftsidee, die bis heute Bestand hat.

Die Nachfrage, Räumlichkeiten und einige Maschinen waren da. "Wir haben die Räume angernietet und 1992 offiziell eröffnet", beschreibt Noack den Werdegang. Die Bekanntheit der Glasmacherstadt und die Maßanfertigungen der Spiegel haben das kleine Unternehmen- wachsen lassen. Neue Maschinen und bisher neun Mitarbeiter kamen hinzu. Inzwischen werden Spiegel mit LED's und optischen Sensoren oder auch Dusch- und Ganzverglasurigen produziert und vor Ort oder über das - Internet verkauft. "Unser größter Auftrag war bisher die Restaurierung der historischen Spiegel des Grünen Gewölbes in Dresden", erzählt Noack. Er freue sich, dass die Kundschaft besonders auf die fachgerechte Beratung Wert legt, die Spiegelart bietet. "Wir gehen selbst ans Telefon und beraten zu Antik- und modernen Spiegeln", erzählt Steffen Noack. Heute so ein Unternehmen zu führen, hätte er sich vor 1989 nicht vorstellen können.


Quelle: Lausitzer Rundschau, Wirtschaft 5.1, vom 13.11.2015


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Aktualisierung: 20.11.2015


 

Steffen Noack, Geschäftsführer von SpiegelArt in Weißwaser
Foto: Ch. Köhler