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Visionen für Weißwassers Zukunft bis 2035
Heute Einwohnerversammlung in der Telux zum Thema "Stadtentwicklung"/ Anfragen möglich ab 17 Uhr

VON Gabi Nitsche
 


Eine Einwohnerversammlung steht heute auf dem Weißwasseraner Terminkalender. Ab 17 Uhr kann jeder seine Fragen loswerden an Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) und dessen Rathaus-Kollegen. Ab 18 Uhr erfahren die Besucher, wo Weißwasser im Jahr 2035 stehen könnte und welche Projekte aktuell sind.

An einem Leitbild für die Stadtentwicklung von Weißwasser bis zum Jahr 2035 ist im vergangenen Dreivierteljahr gearbeitet worden. Unter dem Titel "WSW – wir gestalten Zukunft" haben beteiligte Wissenschaftler um Holger Schmidt, Professor für Stadtumbau und Ortserneuerung an der TU Kaiserslautern, mit umfassender Bürgerbeteiligung die Vision 2035 gebündelt. In der jüngsten Stadtratssitzung gab es ein einstimmiges Echo dafür.

Für eine lebenswerte Stadt
Aus Sicht von Gregor Schneider, der zum Team der Wissenschaftler gehört und aus Weißwasser stammt, zeigt das Papier, wohin die Reise in den nächsten zwanzig Jahren hingehen kann. Es sei so etwas wie ein Kursbuch, ein roter Faden. "Es werden Prioritäten aufgezeigt, aber es wächst kontinuierlich mit. Das mit dem Ziel, 2035 eine attraktive Kleinstadt zu sein, die sich in ihrer Position gestärkt hat", hatte Schneider den Stadträten erläutert. Alle sollten einen Anteil daran haben, diese Vision in den nächsten Jahren umzusetzen. Was die Stadträte angehe, so läge es an ihnen, die Umsetzung von Ideen zu ermöglichen. "Mit der Vision ist Weißwasser gut aufgestellt, die Stadt lebenswert zu halten gerade in der wirtschaftlich schwierigen Zeit", hatte es auch Professor Schmidt kürzlich formuliert. Gerade in Zeiten des wirtschaftlichen Strukturwandels sei das ein ganz wichtiger Punkt.

Die Details aus dem "Kursbuch" und worum es künftig geht, was den Weißwasseranern abverlangt wird, wie sich jeder einbringen kann – das wird Holger Schmidt auf der heutigen Einwohnerversammlung erläutern. Was bedeutet es zum Beispiel in der Praxis, wenn die Wissenschaftler von einer lebendigen Mitte sprechen, von intelligenten Netzen oder von Weißwasser mitten in einer 360-Grad-Region oder von einer Kultur des Ermöglichens?

Projektbörse – Rathaustisch
Bereits ab 17 Uhr haben heute Einwohner die Möglichkeit, am "Tisch der Stadtverwaltung" Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) sowie Vertreter aus den einzelnen Referaten im Rathaus zu "löchern". Sie können die Fragen stellen, die ihnen schon lange auf den Nägeln brennen, oder Hinweise geben und individuelle Dinge ansprechen.

Die eigentliche Einwohnerversammlung beginnt um 18 Uhr und wird moderiert vom OB und Holger Schmidt sowie Christian Klämbt vom Verein Mobile Jugendarbeit und Soziokultur.

Pötzsch kündigte an, erst einmal über Projekte und das zu berichten, was 2015 erreicht wurde, bevor Gregor Schneider den Zukunftspart übernimmt. "Wie weiter mit der Kulturregion?" lautet die Frage, der Christian Klämbt nachgeht.

Nach der Diskussion zu diesen Themen werden die Besucher über Projekte informiert, die das Soziale Netzwerk Lausitz, der Förderverein Glasmuseum und die Initiative Stadtgärtner auf die Beine stellen. Wer vor 18 Uhr noch keine Zeit zum Fragenstellen hat, dem stehen Pötzsch und Kollegen noch einmal ab 20 Uhr am "Tisch der Stadtverwaltung" für individuelle Gespräche zur Verfügung.

Zum Thema:
Im Wettbewerb "Zukunftsstadt" zeigen 51 Kommunen bundesweit, wie Forschung schon heute dazu beiträgt, Städte nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Weißwasser gehört dazu. Für die jetzt erarbeiteten und vom Stadtrat beschlossenen gebündelten Visionen standen 35 000 Euro zur Verfügung. Anliegen des Wettbewerbs ist es, dass Bürger mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik vor Ort große gesellschaftliche Herausforderungen lösen: sichere Energie, klimaangepasstes Bauen, Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität und vieles mehr. Nach Abschluss der ersten Phase – Weißwasser hat diese mit dem Stadtratsbeschluss erreicht – will die Stadt zu den zwanzig auserkorenen Kommunen der zweiten Runde gehören. Eine Expertenjury wählt diese ab Sommer aus. Diese 20 werden finanziell ausgestattet, damit ein umsetzungsreifes Konzept aufgestellt werden kann. In der dritten Phase ab 2018 trennt sich die Spreu vom Weizen. Maximal acht Kommunen dürfen ihre innovativen Ideen in die Praxis umsetzen. Weißwasser will dabei sein. Der Wettbewerb "Zukunftsstadt" ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der mit der Konferenz "Wege in die Zukunftsstadt" gestarteten Innovationsplattform "Zukunftsstadt".


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 14.04.2016


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung:
02.04.2016


 

In diesem Heft sind die Visionen für die Zukunftsstadt Weißwasser gebündelt. Die Ideen von Wissenschaftlern und Weißwasseranern werden heute in der Einwohnerversammlung vorgestellt.
Foto: G. Nitsche