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Alles über Joseph Schweig
Film über das Leben und Wirken des Weißwasseraner Ehrenbürgers Joseph Schweig 


Einen Film über das Leben und Wirken des Weißwasseraner Ehrenbürgers Joseph Schweig haben in den letzten Monaten die Schülerinnen des Landau-Gymnasiums Elisa Schuster und Tanja Keitel gedreht. Am Freitag haben sie über den Abschluss ihres Projektes im Verein "Zukunft gestalten – ohne zu vergessen", der das Projekt angeschoben hat, berichtet.

"Wer ist eigentlich Joseph Schweig?" Diese Frage stellen die beiden Schülerinnen gleich zu Beginn des Filmes den Weißwasseranern. "Viele kennen die Schweigstraße, doch wer Schweig wirklich war, wusste kaum jemand", sagt Elisa Schuster. Mit ihrem Film wollen sie darum auch ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten. In dem Historiker Werner Schubert haben sie einen kompetenten Partner gefunden, der die Geschichte und das Wirken des jüdischen Unternehmers und Politikers genau recherchiert hat. "Es ist eigentlich schockierend, dass die Weißwasseraner so wenig wissen über einen Mann, der so viel für die Stadt getan hat", sagt Tanja Keitel. Günter Schubert ist froh, dass die Lehrer des Landau-Gymnasiums sehr aufgeschlossen der Erforschung der Heimatgeschichte gegenüberstehen und darum schon verschiedene gemeinsame Projekte durchgeführt wurden.

In dem 15-minütigen Film haben die beiden Schülerinnen, die in der Video-AG der Schule aktiv sind, alle wichtigen Gebäude der Stadt, die mit Schweig in Verbindung stehen, aufgenommen. "Es ist ja heute kaum noch vorstellbar, dass sich jemand privat mit seinem Geld so für seine Stadt engagiert", sagt Tanja Keitel.

Begonnen haben die beiden mit ihren Filmarbeiten bereits im April. Nach einer kleinen Sommerflaute haben sie im Herbst dann wieder verstärkt daran gearbeitet. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von Torsten Pötzsch, der sie bei der Recherche unterstützt hat und Sven Mücksch, der bei der Filmproduktion von "Sachsenhits" arbeitet. Bei der Kameraführung und den Schnitttechniken war Sven Mücksch ein wichtiger Berater. "Auch ich habe eine Menge gelernt, was ich jetzt an andere weitergeben kann", sagt Rita Lange, Leiterin der Video-AG. "Elisa und Tanja haben auf jeden Fall Talent", bescheinigt Sven Mücksch den beiden Schülerinnen. Er findet es regelrecht schade, dass sie beruflich lieber in andere Richtungen gehen möchten. "Es ist eine tolle Sache, dass hier Geschichte festgehalten wird", sagt er.

Den Film haben sie bereits Ende November zum Jugendgeschichtstag im Dresdener Landtag vorgestellt. Bis in die Nacht vor der Präsentation haben sie noch an letzten Details gearbeitet. "Der Film ist sehr gut angekommen", sagt Vereinsvorsitzende Gudrun Albrecht, die die Mädchen zur Präsentation begleitet hat. Unterstützt wurde das Projekt über die Stiftung Demokratische Jugend. Zu dem Thema "Zeitensprünge" sind insgesamt 25 Projekte eingereicht worden.

Der Film soll künftig für den Geschichtsunterricht an den Schulen genutzt werden und steht auch in der Bibliothek zur Ausleihe zur Verfügung. "Diese Aufnahmen haben auch für die Familie von Joseph Schweig eine große Bedeutung", sagt Werner Schubert. Söhne und Töchter seien emigriert und wüssten gar nicht im Detail, was Joseph Schweig alles geleistet hat. darum wird in den nächsten Tagen eine DVD per Post in Richtung Israel geschickt.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 13.12.2008


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Aktualisierung: 14.12.2008