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Flachglaswerk arbeitet ohne Pause  
Auf seiner Sachsentour besichtigte Martin Dulig, Fraktionsvorsitzender der SPD in Sachsen, gestern die Firma in Uhsmannsdorf.

Von Rolf Ullmann


Dienstagmittag, kurz vor dem nächsten Schichtwechsel, biegt der auffällig dekorierte Kleinbus von Martin Dulig auf den Parkplatz des Flachglaswerkes Uhsmannsdorf ein. Begleitet von Heike Böhm, der Rothenburger Bürgermeisterin, stattet der Fraktionsvorsitzende der SPD dem traditionsreichen Uhsmannsdorfer Betrieb einen Besuch ab, Alfred Bayer, der Betriebsleiter, sorgt gleich zu Beginn für klare Fronten in Wahlkampfzeiten. „Im Betrieb machen wir keinen Wahlkampf“, so seine klare Ansage. Dies liege auch gar nicht in seiner Absicht, so der SPD-Politiker. „Ich bin in Rothenburg und Umgebung unterwegs, um auch hier interessante Leute sowie interessante Produkte während meiner Tour durch Sachsen kennenzulernen“, so Dulig. Beides sei im Flachglaswerk reichlich vorhanden, bekräftigt der Betriebsleiter. Denn mit einem ganz wichtigen Pfund konnte und kann der Betrieb von jeher wuchern. Das sind die gut ausbildeten und hoch motivierten Mitarbeiter. 132 fest angestellte Glaswerker sowie 29 Leiharbeiter sind derzeit in drei Schichten rund um die Uhr mit dem Abarbeiten der vollen Auftragsbücher beschäftigt. „Rund 60 Prozent unserer Erzeugnisse gehen in den Export, vor allem nach Polen und Dänemark. Wir liefern täglich etwa 3000Quadratmeter Glasfläche aus und können den derzeitigen Bedarf dennoch nicht ganz decken“, so Bayer.

Die Ausrichtung der Produktion auf die Sparten Isolierglas und Schweißerglas habe sich seit Beginn der 90er Jahre als Schritt in die richtige Richtung bewährt. Derzeit werden im Betrieb sieben künftige Glaswerker und Bürokaufleute ausgebildet. „Es wird aber immer schwieriger, geeignete junge Leute für eine Lehre bei uns zu gewinnen“, erläutert Bayer.

Bürgermeisterin Heike Böhm verweist dabei auf das Projekt, Schüler aus der Mittelschule Rothenburg zum Praktikum in Betriebe der Region, darunter auch in das Flachglaswerk, zu schicken. 23 Einrichtungen stehen dazu bereit.

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser,  vom 15.07. 2009


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Aktualisierung:
15.07.2009


 

Die Rothenburger Bürgermeisterin Heike Böhm und Martin Dulig werden durch Alfred Bayer durch die Produktionshallen geführt.
Foto: Rolf Ullmann