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Mosaik-Wandbild in Weißwasser von Abriss bedroht

Von Daniel Preikschat


Die letzten Tage für das großformatige Mosaik-Wandbild am Aula-Giebel der ehemaligen 5. Mittelschule in Weißwasser könnten gezählt sein.
Das Gebäude ist bereits entkernt, in der zweiten Januarwoche fahren die Abriss-Bagger vor, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Nach Angaben von Heike Zwanzig vom Bauamt der Stadt könne die sechs mal zwölf Meter große Darstellung nicht als Ganzes unbeschadet abgehangen werden. Schon jetzt wiesen einige Kacheln Risse auf. In den Originalfarben ließen sie sich nicht mehr ersetzen. Außerdem wäre es schwierig, anschließend einen neuen Standort für ein Objekt mit diesen Ausmaßen zu finden.

Im Gespräch sei nun ein Kompromiss, so Heike Zwanzig weiter. Ein Teil des Mosaiks, der nicht viel größer als ein Quadratmeter sein sollte, ließe sich wahrscheinlich ohne größere Probleme abnehmen und später beispielsweise im Glasmuseum samt Dokumentation ausstellen.

Vielleicht bleibt das 1981 angefertigte Wandbild von Giorgios Wlachopoulos mit dem Namen „Lebensfreude“ der Nachwelt aber doch noch komplett erhalten. Wie Günter Segger von der Denkmal-Kommission bestätigt, prüfe ein Planer derzeit, ob die Giebelwand der Aula samt Mosaik stehen bleiben kann. Möglicherweise müsse die Wand dabei zusätzlich abgestützt werden.

Die Stadt Weißwasser lässt die ehemalige 5. Mittelschule bis spätestens März für 77 000 Euro abreißen.


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser,  vom  17.01.2012


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Aktualisierung: 17
.01.2012


 

Schwungvoll, bunt, abstrakt – das „Lebensfreude“-Mosaik am Giebel der 5. Mittelschule
Foto: D. Preikschat