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Rohner Sorben besuchen polnische Glashütte

Von Steffen Gerhardt


Nicht nur zum Singen kamen die Kantorkis in die Partnerstadt Piensk. Mit dabei waren auch Vertreter der Gemeinde Schleife.
Das Glasfest am Wochenende in der Stadt Piensk (Penzig) nutzten die Rohner Sorben, um ihre Partnerschaft mit der polnischen Kommune ein weiteres Stück zu vertiefen. Zum Stadtfest trat am Sonntagnachmittag die sorbische Gesangsgruppe „Kantorki“ ebenso mit auf, wie die polnischen Ensembles. Mit einem verbindet die Rohner eine besondere Partnerschaft: der Volksgruppe „Lasowianie“. „Seit vier Jahren pflegen beide Gruppen eine enge Freundschaft und besuchen sich mindestens zweimal jährlich“, sagt Domowina-Sprecher Manfred Hermasch aus Rohne.

Dabei pflegen diese Partnerschaft nicht nur die Kantorkis, sondern der Verein „Njepila-Hof Rohne“ steht ebenso dahinter. „Im vergangenen Jahr haben wir unsere Partnerschaft auf die beiden Gemeinden erweitert und mit einem Vertrag besiegelt“, ergänzt Manfred Hermasch. Somit war das Glasfest zugleich die Gelegenheit für den Gegenbesuch der kommunalen Vertretung in Person des Schleifer Bürgermeisters Reinhard Bork.

Mit Interesse nahmen die Rohner und Schleifer Gäste am Sonntag an einem Rundgang durch die letzte, noch produzierende Glashütte in Piensk teil. „Luzyce“ (Lausitz) nennt sich der Privatbetrieb, der vorwiegend Lampenschirme herstellt. Produktionsleiter Andrej Bartczak sprach von einer derzeit guten Auftragslage für die rund 200 Beschäftigten, vor allem aus dem Ausland. Denn 70 Prozent der Produktion gehen ins westliche Ausland. Demnächst werden es sogar zehn Lampenschirme mehr sein. „Die haben wir kurzerhand für unsere Heimatstube in Rohne bestellt“, erklärte Manfred Hermasch nach dem Betriebsrundgang.

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, vom 16.06.2009


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Aktualisierung:
16.06.2009


 

Produktionsleiter Andrej Bartczak (2.v.l.) und Malgorzata Sokolowska, 2. Bürgermeisterin (rechts), zeigen den Ensemble- und Vereinsmitgliedern aus Rohne die Glasprodukte in der Glashütte „Lausitz“.
Foto: SZ/Steffen Gerhardt