Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
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Sommer und Kultur vor der Tür
Weißwasser ist besonders und soll es bleiben. Entdeckungen und Gedanken zu einer Stadt zwischen den Welten

 von Patrick Pirl.


Der Sommer steht endlich vor der Tür. Und gleichzeitig lockert Corona seinen Klammergriff um weite Teile des gesellschaftlichen Lebens. Das Timing könnte kaum besser sein, um das Leben wieder nach draußen zu verlagern, um gemeinsam mit Familie und Freunden in das Restaurant oder die Bar des Vertrauens einzukehren, um lange Verzichtetes wieder zu erlangen und vielleicht neu zu entdecken und wertzuschätzen.

Man lässt alte Kontakte und Verbindungen wieder aufleben, schmiedet Pläne und macht gemeinsame Sachen in ganz unterschiedlichen Bereichen. Schon jetzt stehen in Weißwasser einige neue, wunderbare Geschichten auf dem Programm, die verschiedene Akteurinnen und Akteure im Kulturbereich gemeinsam aus der Taufe heben. Denn nachdem Lockerungen für Gastronomie und Einzelhandel einsetzten, lassen sich seit Kurzem auch wieder Kulturveranstaltungen umsetzen.

Dann heißt es wieder: Beisammensitzen, Musik lauschen, neue Erinnerungen schaffen, Alltag abschalten. Unter anderem ist das am kommenden Sonntag ab 10.30 Uhr im Garten des Neufertbaus möglich. Hier veranstalten Neufertbauverein Weißwasser, Hafenstube und Citymanagement gemeinsam den ersten KulturBrunch des Jahres mit Live-Konzert und Lesung. Die neue Auflage Schnitter-Bier wartet auf die Verkoster! Bei Speis und Trank spielt vormittags Emily’s Giant aus Leipzig einen gepflegten, urigen Folk-Rock, getragen von Gitarre und kratziger Stimme. Im Anschluss liest Johannes Staemmler, ein in Dresden geborener Berliner, aus dem von ihm herausgegebenen Buch „Wir machen das schon – Lausitz im Wandel“, in dem 15 Menschen über ihre Sicht auf Transformation und Engagement in der Braunkohleregion berichten. Anschließend kann auch fleißig mit dem Autoren diskutiert und Meinungen ausgetauscht werden. Bereits am 4. Juli, ab 10.30 Uhr, findet dann der zweite KulturBrunch anlässlich des 25. Jubiläums des Glasmuseums im Garten des Glasmuseums statt.

Über die Sommermonate werden Weißwasseraner Initiativen gemeinsam an der Behebung eines fehlenden Kino-Angebots in der Stadt arbeiten. Im „Flimmersommer Weißwasser“ werden das Glasmuseum, Broilereck, Kultursofa, Hafenstube, Neufertbau e.V. und Citymanagement regelmäßig kleine bis große Filmperlen, zum Teil an besonderen Orten in der Stadt, auf die große Leinwand bringen. Nähere Informationen gibt es hierzu in Kürze auf der (noch nicht ganz fertigen) Internetseite www.flimmersommer.de. Es fühlt sich gut an, zu wissen, dass sich wieder etwas bewegt, dass wieder buntes Treiben in die Stadt kommt und Plätze belebt werden, um die es zu lange still sein musste.

Es fühlt sich gut an, dass Menschen wieder Pläne schmieden und umsetzen können, dass sie gemeinsam an Dingen arbeiten können, für die sie brennen. Es fühlt sich gut an, wieder echte Live-Musik im Leben zu haben, mit Künstlern aus Haut und Haaren, deren Kunst endlich wieder eine Bühne findet. Es fühlt sich gut an, genau hier zu sein, in der Lausitz, und dass der Sommer vor der Tür steht.

Unser Autor Patrick Pirl lebt seit 2017 wieder in der Lausitz. Mit seiner Partnerin hat er das Projekt 1NITE TENT ins Leben gerufen und arbeitet im Bereich Kultur- und Veranstaltungsmanagement in Weißwasser. Hier erzählt er von seinen Beobachtungen zu gesellschaftlichen und kulturellen Dynamiken in der Region.
 

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, vom 16.06.2021


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail:
info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 19.06
.2021


Im Garten des Neufertbaus, vor dem hier OB Torsten Potzsch steht, findet am Sonntag ein Kulturbrunch statt.
© Foto: W. Wittchen
 
 
 
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