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Weißwasser hat seine Denkmale für Touristen in Szene gesetzt

Von Sabine Larbig


Ab September 2010 gibt es den ersten Denkmal-Führer für Weißwasser. Initiatoren der Broschüre sind Denkmalkommission und Förderverein Glasmuseum.

Weißwasser hat eine Vielzahl an Denkmalen, historischen Plätzen und Gebäuden. Um sie bei Einheimischen und Touristen bekannter zu machen, wird derzeit die erste von drei Broschüren erarbeitet, die Denkmale der Stadt in Wort und Bild vorstellen.

Die Idee dazu hatten die Mitglieder der Denkmalkommission. „Im Förderverein Glasmuseum fanden wir einen Partner für unser Projekt“, erläutert Günter Segger, Vorsitzender der Denkmalkommission. Der Förderverein beantragte auch eine Kommunalkombistelle. „Denn im Ehrenamt ist die Arbeit vom Zusammentragen des Materials über Texterstellung bis zur Erscheinungsbegleitung nicht machbar“, begründet Segger.

Seit 1. Oktober hat Janett Sporbert diese Stelle und ein Büro im Glasmuseum. Zehn druckreife Texte – beispielsweise über die Schillerbank, das Jahndenkmal oder die Seelöwenplastik der Kita „Ulja“ – hat sie seitdem angefertigt. Aktuell bereitet sie einen Text über den Gedenkpfad für Opfer von Krieg und Gewalt auf dem Friedhof in Weißwasser vor. Seit 1979 lebt die 31-Jährige in der Glasmacherstadt. „Durch meine Mitarbeit an den Broschüren gehe ich jetzt aber mit ganz anderen Augen durch die Stadt“, erklärt Janett Sporbert. „Freunde und Familie sind immer wieder erstaunt, was ich bereits alles an Geschichten erzählen kann.“

Informativer Lesestoff

Die Arbeit mache Spaß, sei interessant und abwechslungsreich, sagt die gelernte Bürokauffrau. „Ich sitze nicht nur am Schreibtisch, sondern mache Fotos und recherchiere Details bei Künstlern nach.“ Nun sei ihr auch klar, weshalb sie – wie die drei anderen Stellenmitbewerber – sogar eigen verfasste Probetexte abgeben mussten. Sporbert: „Die Broschüren sollen schließlich informativ und leicht lesbar sein, aber keine Lehrbücher werden.“ Jeder von ihr erstellte Text –bei dem sie dank der Ortschronisten, geschichtlich interessierter Bürger oder der Denkmalkommission – auf einen großen Materialfundes zurückgreifen kann – wird vor Druckfreigabe von den Mitgliedern der Kommission gelesen. „Meistens fällt Werner Schubert noch etwas Wichtiges ein, was in die Broschüre könnte“, weiß Janett, die vom enormen Wissen des Ex-Ortschronisten fasziniert ist.

Im September 2010 soll der erste Denkmalführer erscheinen. „Er hat die Innenstadt von Glasmuseum über Bahnhofsbrunnen, Tierpark und Muskauer Straße zum Inhalt und wird von einer Karte komplettiert“, verrät Günter Segger. Etwa 20 Denkmale beleuchtet das Heft.

Audioführer geplant

Perspektivisch geplant seien zwei weitere Ausgaben: eine über die Südstadt mit ihren künstlerischen Relikten aus DDR-Zeit und eine über den Friedhofsgedenkpfad. Laut Segger seien bei den Recherchen zu den Heften sogar unbekannte Fakten zutage getreten. „Wir haben beispielsweise auf der Rückseite der zu DDR-Zeiten aufgestellten Energie- und-Gesellschafts-Stele erstmals ein versteckt eingraviertes Friedenszeichen entdeckt“, verrät er. Solche und weitere interessante Randbemerkungen sollen ebenfalls in die Broschürentexte einfließen.

Finanziert werden die Denkmalführer, laut Segger, aus Spenden sowie beantragten Mitteln der Kulturraumförderung. Der Verkauf erfolge im Glasmuseum und der Touristinformation der Stadt. „Der Kaufpreis soll aber möglichst unter zehn Euro liegen“, blickt Günter Segger voraus. Wenn es die finanziellen Mittel erlauben, sei zudem eine Denkmal-Audiotour durch Weißwasser geplant. Noch ist dies Zukunftsmusik – die drei Broschüren aber werden Realität.

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser,  vom 16.12. 2009


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung:
16.12.2009


 

Janett Sporbert erstellt die Denkmalführer – samt Karte – für Weißwasser. Herausgeber sind Denkmalkommission und Förderverein Glasmusem.
Foto: gs