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Stölzle belebt altes Haus in Weißwasser
Sanierung an der Berliner Straße geht weiter

Von Thoralf Schirmer


Die Stölzle Lausitz GmbH setzt ihre 2005 begonnene und zwischenzeitlich pausierende Sanierung des alten Verwaltungsgebäudes der ehemaligen Oberlausitzer Glaswerke an der Berliner Straße in Weißwasser fort. Das bestätigte Geschäftsführer Dietfried Binder auf Nachfrage. Vor zwei Jahren war das Dach des Hauses saniert worden. Seit dem Sommer 2007 sei die Innensanierung voll im Gange, so Binder. «Zunächst mussten im Fertigungsbereich wichtige Maßnahmen finanziert werden, um zu unseren Wettbewerbern aufschließen zu können» , erklärt Binder, warum die Sanierung des Verwaltungsgebäudes zwei Jahre lang nicht fortgesetzt worden war. «Wir haben in den Jahren 2004 bis 2006 insgesamt sechs Millionen Euro in die Fertigung investiert. Dieses Geld muss natürlich erst einmal verdient werden.»
Nun aber packt Sölzle die Sanierung wieder an. Man sei es leid geworden, sich bei jedem Kundenbesuch wegen des desolaten Verwaltungsgebäudes entschuldigen zu müssen. «Deshalb haben wir beschlossen, die jetzt zur Verfügung stehenden Mittel in das Outfit unseres Unternehmens zu investieren. Unser Produkt verlangt geradezu danach» , erklärt Binder mit Blick auf das weltweite Geschäft des Unternehmens, das sich vor allem auf die Produktion hochwertiger Weingläser spezialisiert hat.
«Sie können schlecht bei den renommiertesten Hotels der Welt den Tisch decken, wenn es im eigenen Haus müffelt.»
Vorerst werde der für Mitarbeiter und Kunden ständig sichtbare Teil innerhalb des Betriebsgeländes verändert. Die Außenfassade zur Berliner Straße hin müsse dagegen noch etwas warten. Sie sei, nachdem das Land Sachsen eine Beteiligung an der Fassadensanierung abgelehnt habe, erst als letzter Bauabschnitt vorgesehen, der möglicherweise erst 2009 verwirklicht werde.
Insgesamt wird Stölzle laut Binder etwa 1,25 Millionen Euro in die Gebäudesanierung investieren. Mit dem Abschluss der Innensanierung sei im Sommer dieses Jahres zu rechnen. Ins Obergeschoss wird dann die Firmenverwaltung einziehen. Im Untergeschoss finden der Werksverkauf, ein Foyer sowie Muster- und Besprechungsräume Platz.
Der vordere Anbau am Verwaltungsgebäude (Giebelseite zur Saschowa-Wiese) soll abgerissen werden. Hier werde später der Eingang für den Werksverkauf gestaltet.
Der Teilabriss, der im Interesse von Weißwassers Stadtbildentwicklung liegt, wird mit 36 463 Euro gefördert (die RUNDSCHAU berichtete), ein Drittel davon ist Eigenanteil der Stadt.
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Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 17.04.2008


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Aktualisierung: 18.04.2008


 

Fenster- und Türöffnungen des Verwaltungsgebäudes an der Berliner Straße werden zugemauert. Mit der Fassadensanierung auf dieser Seite des Hauses könnte es noch bis 2009 dauern. Dann soll, so Stölzle-Geschäftsführer Dietfried Binder, an die ursprüngliche Klinkerfassade mit einer Kombination aus Klinkerelementen und Putz angeknüpft werden.
Foto: Thoralf Schirmer