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Filme und Vortrag im Museumsdorf Baruther Glashütte


Am Sonntag, 17. Juli, locken Filme und ein kulturhistorischer Vortrag nach Glashütte.

Den Auftakt macht die Premiere des Films „Holz, Sand und Höllenglut“, der um 14 Uhr gezeigt wird (vorab bereits am 16. Juli um 19 Uhr). Die 38minütige Produktion wurde von der „Filmgruppe 79 e.V.“ anlässlich des Jubiläums „300 Jahre Baruther Glashütte, 1716-2016“ erstellt. Im Juni 2015 begannen Manfred Krüger (Kamera, Schnitt, Text und Musik), Margrit Gersöne (Sprecherin des Filmkommentars), Dieter Guder, Günter Fischer, Richard Schöngarth und Horst Wenzel (alle Kamera) ihre Arbeit in Glashütte mit Recherchen über das Museumsdorf. Sie befragten ehemalige Werksangehörige zu einzelnen Produktionsprozessen und ließen diese Erkenntnisse in die Filmaufnahmen einfließen. Auch heutige Kunsthandwerker im Museumsdorf wurden bei ihrer Tätigkeit interviewt sowie zahlreiche Veranstaltungen waren filmisch begleitet. Für die Luftaufnahmen kam ein Quadrokopter zum Einsatz. (Saal im Gasthof Reuner)

Ab 15 Uhr hält Christian Jentsch den spannenden Bild-Vortrag „Das Weinglas im Lichte der Trinkkultur“ im Saal des Gasthof Reuner. Der Lübecker Sammler entführt die Glasfreunde in die Trinkkultur seit 1800. Die Veranstaltung begleitet die Jubiläumsausstellung „Prosit Glashütte“. Es wird deutlich, wie bei der frühen Tafelrunde verfügbare Gläser noch von Hand zu Hand und Mund zu Mund wanderten. Die Glasgröße war auch ein Hinweis auf den Status des Nutzers. Der Gläsersatz, das heißt Gläser für unterschiedliche Getränke, die durch eine gemeinsame Grundform oder einen einheitlichen Dekor ihre Zusammengehörigkeit zu einem Ensemble zeigen, ist eine spätere Errungenschaft des bürgerlichen Zeitalters. Er demonstriert, dass alle Gäste an der Tafel gleichberechtigt sind. Diese und viele andere Themen werden bei dem Vortrag "Das Weinglas im Lichte der Trinkkultur" am 17. Juli 2016 an einem umfangreichen Bildmaterial erläutert.

Ab 16.30 Uhr folgt in der Kulturlandreihe: „Mit der Hände Arbeit. Brandenburgs Handwerk im Film“ die Vorführung von historischen Glasfilmen. Dies sind „Glasperlenspiel“, „G – wie Glas – Abendgruß“, „Aktuelle Kamera – Glaswerk Weißwasser“ und „Glas formt sich nicht allein“. Die Faszination des Materials strahlt ab auf Filme über Glas. Da Filme über die Baruther Glashütte nicht überliefert sind, geraten andere Standorte wie Jena, Weißwasser, Lauscha und Torgau mit spannenden Dokumentationen in den Blick. Die Vorstellung ist teil einer Filmreihe, die historische Handwerkstechniken dokumentieren. Das Projekt basiert auf einer Initiative der AG Technikmuseen im Museumsverband Brandenburg e.V. und erlebt Vorführungen an sieben Orten der Industriekultur. Hauptförderer die Kulturland Brandenburg „Handwerk zwischen gestern und übermogen“. Kurator von „Mit der Hände Arbeit“ ist Dr. Ralf Forster, Filmmuseum Potsdam, der in die Veranstaltung einführt.

Sämtliche Veranstaltungen sind kostenfrei. Spenden sind erwünscht. Veranstaltungsort ist der Saal im Gasthof Reuner. Die Folgeveranstaltung findet am 8. September in Wittenberge statt. (Saal im Gasthof Reuner).

Museumsverein Glashütte e.V., Hüttenweg 20, 15837 Baruth-Glashütte, Tel. 033704/980912.

Georg Goes (Museumsleiter)

Quelle: MVGB im Juli 2016


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Aktualisierung:
08.07.2016