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"Schwarze Maske" macht Füchse mit Eishockey-Geschichte vertraut
Profi-Team besucht Ausstellung von Torwart-Legende Klaus Hirche im Glasmuseum Weißwasser / Spieler zeigen sich sehr interessiert

Von DANIEL PREIKSCHAT



Bekanntschaft mit der "Schwarzen Maske" und der Eishockey-Geschichte von Weißwasser haben am Dienstag die Lausitzer Füchse im Glasmuseum Weißwasser gemacht. Torwart-Legende Klaus Hirche aus Weißwasser führte die Zweitliga-Profis dort durch seine Ausstellung.

Erläuterungen und Anekdoten übersetzte Co-Trainer Robert Hoffmann für die Kanadier ins Deutsche.

Besonders den Profis aus Übersee dürfte Hirches bemerkenswerte Eishockey-Karriere noch nicht bekannt gewesen sein. 15 Mal DDR-Meister, Teilnahme an acht Weltmeisterschaften, 1966 Dritter bei der Europameisterschaft, 14 Jahre Stammtorwart in Weißwasser – welcher ehemalige Eishockey-Torwart kann das sonst noch vorweisen.

Hirche kramte aber auch hübsche Anekdoten vor. Zum Beispiel die von dem BRD-Spieler, der ihn in den 1960er-Jahren mal gefragt habe, ob die DDR-Spieler überhaupt den Puck hochbekommen. Allerdings, so Hirche zu Claasen, Fischer und Co., habe es schon einer guten Technik und viel Kraft bedurft, um den Puck abheben zu lassen. Mit den Schlägern heute sei das weniger schwierig. Zu seiner berühmten "Schwarzen Maske" konnte er den Spielern sagen, dass es die Kanadier gewesen waren, die ihre Torhüter zuerst so vor Gesichtsverletzung bewahrten.

Beim Gang durch die Ausstellung führte Hirche vor allem mit den Füchse-Keepern Jonathan Boutin und Johannes Wiedemann angeregte Gespräche. Aber auch die anderen Spieler fanden Gefallen an Exponaten wie Fotos, Pokalen und Vasen, die Einblick in die Geschichte gewährten. Kevin Lavalle erinnerte die Ausstellung an das große Eishockey-Museum in Toronto. "In Kanada haben wir ja mit dem Eishockey angefangen." "Cool" wäre, sagte er, wenn diese Ausstellung dauerhaft in der Eissportarena untergebracht werden könnte.

Trainer Dirk Rohrbach beobachtete bei seinen 16 Spielern, die mitgekommen waren, ein echtes Interesse an der Ausstellung. "Sie wollen schon wissen, wo sie spielen." Gerade auch die Spieler aus dem Mutterland des Eishockeys seien sehr traditionsbewusst und wussten zum Beispiel noch nicht, dass in Weißwasser Eishockey-Spieler oft auch in der Gläserproduktion tätig waren. Das werde in der Ausstellung sehr schön deutlich gemacht. Der Museumsbesuch festige zumindest ein wenig die Verbundenheit der Spieler mit dem Verein und der Stadt.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 17.12.2014


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Aktualisierung: 17.12.2014
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Füchse-Keeper Jonathan Boutin (l.) und Johannes Wiedemann mit Klaus Hirche.
Foto: D. Preikschat