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Döberner Glashütte gewinnt neue Kunden

VON ANGELIKA BRINKOP



Mit Aufträgen und vielen Anfragen ist German Crystal-Chef Frank Mader von der weltgrößten Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt am Main zurückgekehrt. Bis Anfang Juni soll ein kleiner Schmelzofen in Betrieb gehen und die Zahl von jetzt 18 Mitarbeitern aufgestockt werden.

Auf der Messe präsentierte sich die German Crystal Döbern GmbH erstmals der Öffentlichkeit nach dem Neustart aus der Insolvenz heraus. „Wir haben alte Kontakte wieder hergestellt und viele neue Kontakte aufgenommen. Es kamen sehr viele interessierte Kunden aus dem Nahen und Mittleren Osten, Westeuropa und den USA“, sagt Mader. Da die Nachfrage an Überfangglas nach der Schließung von Produktionsstätten nicht mehr gedeckt werden kann, erwägt Mader, die für Döbern früher typische Fertigung des bunten Bleikristalls wieder aufzunehmen.

„Eine Frage ist allerdings, ob es noch genügend Fachkräfte dafür gibt.“ Mit der Aquirierung neuer Kunden will die Glashütte ausreichend Vorlauf schaffen, wenn die neue Schmelzwanne in Betrieb geht. Die neue Schmelzwanne ist das Kernstück der geplanten Investitionen von zwei Millionen Euro. „Die alte Wanne ist viel zu groß für uns und die Energiekosten sind nicht händelbar. Sie hatte eine Kapazität von zwölf Tonnen Glas am Tag, die neue Wanne nur zwei Tonnen am Tag“, so Mader. Er hoffe, dass die Wanne Ende Mai, Anfang Juni in Betrieb geht.

Gegenwärtig arbeiten im Glaswerk 18 Mitarbeiter in der Veredelung und der Verpackung. Mit der Inbetriebnahme der Wanne soll die Zahl noch aufgestockt werden. Konkrete Zahlen wollte Mader noch nicht nennen.

Eigene Kartonagen Ein Teil des Investitionsprogramms wurde schon umgesetzt. So ist die neue Heizungsanlage auf Hackschnitzelbasis in Betrieb gegangen und beheizt Büro- und Betriebsräume. Außerdem wurde eine Maschine für die Herstellung artikelgerechter Kartonagen angeschafft, die als Geschenkkarton genutzt werden können. Weitere Maschinen stärken die Schleifereiabteilung. „Neben der Aufarbeitung unserer Lagerbestände bieten wir die Lohnveredelung für andere Glashersteller an“, so Mader. „Wir haben schon mehrere LKW-Ladungen mit Glas bekommen und sind mit weiteren Herstellern im Gespräch.“ Neu sei auch die Möglichkeit, individuelle Gravuren für private Interessenten und Firmen herzustellen.

Internetshop läuft Ende der vorigen Woche ist der Internetshop online gegangen. „Die erste Bestellung ist schon eingegangen“, freut sich Mader, der die Zusammenarbeit mit der Confiserie Felicitas wieder aufnehmen möchte. Die Kombination von Glas und Schokolade soll wieder Reiseunternehmen anlocken. Auch die Hüttenschenke soll wieder eröffnet werden, sagt Mader, allerdings fehle noch ein Pächter.


Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Forst,  vom 19.02.2010

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Aktualisierung: 19.02.2010


 

Foto: A. Brinkop