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Fensterbild ehrt Weißwasseraner Promis
Am Neufertbau in Weißwasser wird Mitte April ein weiteres Bild angebracht. Damit wird Günther Lehnigk geehrt.


Der Sportler Günther Lenigk (1908 bis 1984) wird für seine Verdienste mit einem Fensterbild am Neufert-Bau auf der Schmiedestraße in Weißwasser geehrt. Das Porträt werde am 15. April, 10 Uhr, angebracht, teilte eine Sprecherin der Stadtverwaltung mit. Geehrt werde eine Persönlichkeit, die Geschichte für die Stadt Weißwasser geschrieben habe. Anwesend werden Mitglieder der Denkmalkommission und des Vereins des Neufert-Bau Weißwasser.

Lehnigk, am 11. Dezember 1908 in Weißwasser geboren, zählte neben Siegfried Rohrbach, Helmut Bertko, Martin Schulz und Fritz Dutschke zu jenen Jugendlichen, die 1929 den Anfang des Eishockeysports in Weißwasser begründeten. Anfang liefen sich auf dem zugefrorenen Braunsteich mit alten Schlittschuhen und Schlägern einem Ball oder Stein hinterher, aber schon 1932 gründeten sie im Keglerheim den Verein „Eissport Weißwasser“.

Lehnigk organisierte das regelmäßige und baute eine Mannschaft auf. Er war so von der Eishockey-Idee begeistert, dass er sich sogar, um an Gelder zum Bau von Sportanlagen und finanzieller Unterstützung für Reisekosten zu erlangen, in die national-sozialistische Bewegung eintrat. Von 1933 bis 1945 war der gelernte Lohnbuchhalter Lehnigk, der als etwas pummelig beschrieben wird und bei einem Angriff im Eis einbrach, Spielertrainer.

Nach Kriegsende folgte eine kurzzeitige Episode als Sprengmeister in der Glasindustrie, bevor er seine Trainerlaufbahn fortsetzte: ab 1949 Trainer von Chemie Weißwasser, Ostglas Weißwasser und von 1953 bis 1958 der Oberligamannschaft von Dynamo Weißwasser. Mit den Männermannschaften von Weißwasser gewann er acht DDR-Meistertitel in Folge. In der Saison 1951/52 waren Günther Lehnigk und Ernst Lüdke (Berlin) die ersten Eishockey-Auswahltrainer der DDR. Nach seiner Trainertätigkeit im Männerbereich gab er seine Erfahrungen im Eishockeysport als Übungsleiter im Nachwuchsbereich in Weißwasser und Berlin weiter. Auch war Günther Lehnigk DDR- weit für die Anleitung und Organisation der Eishockey-Nachwuchsarbeit in den Betriebssportgemeinschaften verantwortlich.

Mit Umsicht sorgte Lenigk für die Entwicklung junger leistungsfähiger Eishockeysportler, die kontinuierlich in die Männermannschaft eingebaut werden konnten. Lehnigk, der am 23. September 1984 in Weißwasser verstarb, wurde für seine Leistungen 2014 postum zum Ehrenmitglied des Eissport Weißwasser ernannt.

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, vom 19.03.2016


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Aktualisierung:
03.03.2016


 

Porträtfotos am Neufertbau
Foto: J. Trenkler