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Telux als Stätte der Industriekultur

In der nächsten Woche ist das Thema im SKZ in Weißwasser.
Als eines von vielen, um die Stadt ins Gespräch zu bringen.

VON CONSTANZE KNAPPE


Im Soziokulturellen Zentrum (SKZ) Telux in Weißwasser geben sich derzeit Politiker die Klinke in die Hand. Doch nicht nur sie. In der kommenden Woche treffen sich dort Vertreter aus Sachsen und Brandenburg, um über eine länderübergreifende Route der Industriekultur zu diskutieren. Kulturorganisator Sebastian Krüger sieht die Telux Weißwasser als eine bestens geeignete Station dafür, ebenso wie die Energiefabrik in Knappenrode. In Hoyerswerda passiere ja schon so Einiges oder sei angekündigt, auf Weißwasser hingegen müsse der Fokus noch viel stärker gerichtet werden, sagt er. "Doch ohne Kohle kommt nichts nach der Kohle", fügt er hinzu. Deshalb hole das SKZ auch selbst Vertreter von Parteien, Organisationen und Verbänden nach Weißwasser, um zu zeigen, was hier im Gange ist und welche Pläne es gibt. Desöfteren seien auch schon Vertreter überregionaler Medien in der Telux gewesen. "Doch, was will man über unsere Ideen hinaus erzählen, wenn das Portemonnaie noch nicht geöffnet ist", fragt er sich.

Mit Blick auf Kohleausstieg und Strukturwandel in der Lausitz würden bereits unzählige Foren und andere Veranstaltungen stattfinden. Dabei zeige sich, dass viele von dem großen Kuchen etwas abhaben wollen. Damit die tatsächlich Betroffenen am Ende etwas davon haben, müssten Politiker "noch mehr vor Ort reinhören, was es für Potenziale gibt", sagt Sebastian Krüger.

Für den Strukturwandel habe niemand Patentrezepte in der Tasche. Er sieht ihn als einen langfristigen Prozess, bei dem die Entwicklung im Fortlaufen passiert. Nach seiner Ansicht sei es aber notwendig, dass in recht kurzer Zeit "irgendwo ein Bauzaun aufgeht nach dem Motto, hier macht der Freistaat etwas, damit für die Menschen sichtbar wird, dass etwas passiert", so der Kulturorganisator des SKZ. An den verschiedensten Stellen rührt er die Werbetrommel für Weißwasser und mahnt die Unterstützung der tatsächlich betroffenen Kommunen an, die auf die Hilfe von Landkreis, Freistaat und Bund angewiesen sind. Er selber sieht das nicht als Meckern, sondern als "positiven Druck aufbauen".

 Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, vom 19.08.2019


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Aktualisierung:
19.08.2019