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In Weißwasser die Grundlage für die gläserne Kunst gelernt
Marion Fischer zeigt in einer Sonderausstellung die Blumen der Alpen in einem durchsichtigen Mantel aus Altglas

VON Martina Arlt
 


"Licht und Lebensraum", nennt Marion Fischer ihr Kunstprojekt aus Altglas, das derzeit im Glasmuseum Weißwasser zu sehen ist. Die 50-Jährige hat eine besondere Beziehung zu Weißwasser, denn sie lernte zwischen 1978 und 1980 in der "Reinhold-Greiner"-Berufsschule" den Beruf des Glasschleifers.

In der Region ist sie eher unter ihrem Mädchennamen Kretschmer bekannt. Diese hervorragende Ausbildung war die Grundlage für ihren Erfolg als Künstlerin. Jetzt kam sie nach 32 Jahren das erste Mal im Rahmen ihrer Ausstellung nach Weißwasser zurück und traf ihre damalige Lehrerin Christa Wenig zur Ausstellungseröffnung. "Etwas neugierig war ich schon, wer sich hinter der Ausstellerin verbürgt. Es sind tolle Kunstwerke aus Glas, die sie hier zeigt", so Christa Wenig.

Marion Fischer präsentiert im Glasmuseum Weißwasser extravagante Arbeiten aus Altglas, verziert mit Alpenmohn, Alpenaster, Alpennelke, Alpenglöckchen ebenfalls aus Glas. Unterstützt wurde die Marienbergerin bei ihrem Vorhaben von Objektgestalter Ralf Nagel (48). So zogen die Schwibbögen und Krippen aus Glas und Stein – zum Teil auch beleuchtet – die Blicke der Besucher auf sich. Für einige Arbeiten wählte Ralf Nagel kirchliche Motive: "Unser Traum wäre es, einmal in Kirchen oder in einer Kapelle verschiedene Dinge aus Glas zu gestalten. Sei es an Türen oder Fenstern, etwas Bleibendes zu schaffen."

Die Ausstellungseröffnung am Freitagabend wurde musikalisch von Josephine Dutschke aus Krauschwitz am E-Piano begleitet. Glasmuseumsleiterin Elvira Rauch und Jochen Exner als Vorsitzender des Fördervereins des Museums bedankten sich bei der Ausstellerin, die mit ihrer herzerfrischenden Art für eine gelungene Eröffnungsfeier sorgte. "Ich glaube, meine Sprache gefunden zu haben, mich über die Kunst auszudrücken", so Marion Fischer.

Die Ausstellung ist noch bis zum 11. November zu den üblichen Öffnungszeiten im Glasmuseum Weißwasser zu besichtigen.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 20.08.2012


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung:
21.08.2012


 

Objektgestalter Ralf Nagel, Ausstellerin Marion Fischer und Marion Fischers ehemalige Lehrerin Christa Wenig (v.l.n.r.) fachsimpeln über die Ausstellungsstücke aus Glas. Foto: M. Arlt