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 Gläserne Schmuckstücke faszinieren die Besucher
Wo sich einst schwere Mahlsteine drehten, blickt der Besucher nun in kleine gläserne Kunstwerke.

Von Rolf Ullmann


Firmenchef Steffen Noack präsentiert den Badausschnitt, das Meisterstück seines Sohnes Christian. Foto: Johannes Rehle
Ganz gleich, in welche Richtung die zahlreichen Gäste am Sonnabendvormittag im neu gestalteten Präsentationsraum der Firma Spiegel-Art schauten, sie sahen stets ihr Konterfei in einem der zahlreichen Spiegel. Veränderungen im Sortiment der Firma Spiegel Art machten den Umbau des bisherigen Raumes notwendig. Die Baumaßnahmen, die im Sommer 2010 begannen, wurden bei laufender Produktion durchgeführt. Entstanden ist ein, heller, großer Raum mit einer Grundfläche von rund 140 Quadratmetern,

Seit dem 20.Mai 1992 steht der Name der Firma Spiegel Art für kunstvoll gestaltete gläserne Schmuckstücke. Diese zieren inzwischen so manches historische Gebäude im In- und Ausland, so auch das berühmte Grüne Gewölbe in Dresden. Auch auf ihr neuestes Werk können Steffen Noack, der Firmenchef, und seine vier Mitarbeiter zu Recht stolz sein. Zwei große historische Spiegel zieren seit wenigen Tagen die Residenz der britischen Botschaft in Berlin. Ebenso stolz sind sie darauf, dass Christian Noack mit seinem Bad- ausschnitt im wahrsten Sinne ein Meisterwerk der Spiegelkunst ablieferte. Dafür wurde ihm die Meisterwürde zuerkannt. Die gläserne Dusche samt dem dazugehörigen Waschbecken zog im September auf der Glastec 2010, der weltgrößten Messe für Glaserzeugnisse in Düsseldorf, die Blicke von Fachleuten und Besuchern gleichermaßen auf sich.

Es war ein langer Weg bis zu diesen Meilensteinen in der Firmengeschichte. „Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich 1991 zum ersten Mal die sogenannte ehemalige Hafenstube der Spiegel- und Farbglashütte betrat.“ Hier wurde das Gestein für die Glasschmelze zermahlen. „20 Multicar-Fuhren voller Dreck haben wir hier herausgefahren“, erläuterte Steffen Noack den Gästen. Nach der Aufnahme der Produktion wurden nach und nach die modernen Maschinen zur Glasbearbeitung angeschafft. Eine automatisch gesteuerte CNC-Glasschneidemaschine bildet die neueste Errungenschaft im Maschinenpark der Firma. Christian Noack führte den Gästen vor, wie mit Hilfe von Schablonen Gläser in die gewünschte Form gebracht werden.


Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser, vom 21.02.2011


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Aktualisierung: 13.01.2011


 

Christian Noack führt den Gästen der Einweihungsfeier die neue CNC-Glasschneidemaschine im Produktionsraum im Betrieb in der Krummen Straße 17 vor.