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Glasindustrie registriert Aufschwung

Von Tonia Haag


Nach dem Krisenjahr 2009 ist die deutsche Glasindustrie auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien die Umsätze im ersten Halbjahr um 7,8 Prozent auf 3,87 Milliarden Euro gestiegen, so der Bundesverband Glasindustrie. Die größten Zuwächse hätten die Sparten Flach- und Wirtschaftsglas erzielt, die 2009 die höchsten Verluste hinnehmen mussten.

Um den Aufschwung nicht zu gefährden, dürfe die Bundesregierung jedoch nicht wie geplant die Entlastungen bei der Energie- und Stromsteuer für energieintensive Betrieb einschränken, forderte der Verband. Das Bundesfinanzministerium hatte angekündigt, ab Januar 2011 nur noch Unternehmen entlasten zu wollen, die bei der Energiesteuer mehr als 1000 Euro erstattet bekämen. Bislang lag diese Marke bei 205 Euro. Bei der Stromsteuer soll die Grenze künftig 5000 Euro statt bisher 512,50 Euro betragen.

Eine Umsetzung der Sparpläne würde die Glasindustrie nach Verbandsangaben teuer zu stehen kommen. Die Branche müsse ihren Umsatz um mindestens 500 Millionen Euro steigern, um die zusätzlichen Belastungen auffangen zu können, kritisierte der Verband.

Fotovoltaik wartet noch

Anders als in der Glasindustrie ist der Aufschwung bei den Fotovoltaik-Maschinenbauern noch nicht angekommen. Im ersten Quartal dieses Jahres seien die Umsätze der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für Fotovoltaik um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 379 Millionen Euro gesunken, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) mit.

Für das nächste Quartal erwarteten die Meldefirmen jedoch bereits ein Plus von 30 Prozent. Der VDMA ist sogar noch optimistischer. Er bezeichnete die Schätzungen der Betriebe als »sehr konservativ«. »Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Marke übertreffen werden«, sagte der Vorsitzende des Vorstands VDMA Fotovoltaik-Produktionsmittel, Peter Fath. Die im März prognostizierten zwölf Prozent Umsatzplus für das Gesamtjahr hätten damit Bestand. Getragen wird der Aufschwung den Angaben zufolge vom Export.

Optimismus im Handwerk

Auch das Glashandwerk schaut optimistischer in die Zukunft. Die Stimmung habe sich erkennbar aufgehellt, erklärte der Bundesinnungsverband des Glashandwerks. Während er für das laufende Jahr eine schwarze Null voraussagt, rechnet er für das kommende Jahr »höchstens mit einem Prozent Umsatzrückgang« bei stabiler Beschäftigung.

Zum Thema:
Hoffnungen setzt die Industrie auf die am 28. September beginnenden Messen glasstec und solarpec in Düsseldorf. Die Glasstec gilt als die weltweite Leitmesse der Branche und ihrer Zulieferer. Erstmals wird sie durch die zeitgleich stattfindende Solarmesse solarpec ergänzt.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 22.09.2010


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Aktualisierung: 23.09.2010