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Glasmuseum bekommt neuen Schliff
130 000 Euro Vattenfall-Fördermittel werden in diesem Jahr in die Villa investiert

Von Daniel Preikschat



Bis voraussichtlich Mitte August muss das Glasmuseum in Weißwasser geschlossen bleiben. Seit Montag schleifen und lackieren Handwerker aus Bad Muskau 150 Quadratmeter Parkett in sämtlichen Ausstellungsräumen sowie im Foyer. Auch zwei Räume werden gemalert.

Die neue Außentreppe steht, da sollte die Besucher in der Glasfabrikanten-Villa selbst ebenfalls frischer Glanz erwarten. Zumindest ist das die Meinung von Museumsleiterin Elvira Rauch. Das Parkett habe im Laufe der Jahre doch einige Macken bekommen und sieht an mehreren Stellen recht abgenutzt aus. Vergangene Woche haben Elvira Rauch und ihre Unterstützer vom Förderverein des Museums schon mal den wertvollen Holzboden frei geräumt. In einem gefliesten Ausstellungsraum stehen nun Vitrinen, Stellwände und ständige Ausstellungsstücke wie das schwere Glasschmelzgefäß dicht zusammen. Auch die Gemälde wurden abgehangen, weil nach der Parkettsanierung die Wände neu gemalert werden.

Die insgesamt 13 000 Euro, die in diesem Jahr ins Glasmuseum investiert werden, bekommt die Stadt Weißwasser von Vattenfall, so Markus Knothe, Bearbeiter Bergbau in der Stadtverwaltung. Die Summe sei im Arbeitsplan für 2014 eingestellt worden, in dem alle Projekte aufgelistet sind, die der Energiekonzern finanziert. Mit eingeplant worden sei dabei auch die Erneuerung der Vitrinen. Einige kleinere Arbeiten, ergänzt Museumsleiterin Elvira Rauch, werden ebenfalls gleich mit erledigt. So soll alles, was auf dem aufgearbeiteten Parkettboden zu stehen kommt, eine Unterlage aus Filz bekommen.

Vonseiten des Fördervereins sei schon länger auf den Sanierungsbedarf hingewiesen worden, so Elvira Rauch. Sie ist sicher, dass das Museum nun wieder einen guten Eindruck machen wird. Als erster Aussteller profitieren vom neuen Glanz im Haus kann der Keramikkünstler, Maler und Fotograf Klaus Dittrich aus Berlin. Vom 12. September bis 19. November sind Keramikarbeiten aus fünf Jahrzehnten seines Schaffens zu sehen. Vor allem keramische Teller, die mit erlebten Landschaften, Tierdarstellungen, figürlichen Szenen und Blütenkompositionen bemalt sind, wie Dittrich in einer Selbstpräsentation erklärt. Infolge des aquarellistischen Glasurenauftrags und des Schmelzflusses im Ofen entstünden "nicht wiederholbare Unikate".

Als eine Art Zwischen-Ausstellung zeigt das Museum in der Zeit zwischen Innensanierung und Dittrichs Keramiken blaue und rote Gläser aus dem eigenen Bestand, kündigt Elvira Rauch an. Festlich begangen werden aber soll die Wiedereröffnung mit einer Signierstunde Manfred Schäfers. Er stellt sein zweites Buch mit Porträts ehemaliger Glasfacharbeiter aus Weißwasser vor.

 

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 23.07.2014


© Förderverein Glasmuseum Weißwasser e.V.
E-Mail: info@glasmuseum-weisswasser.de
Aktualisierung: 23.07.2014


 

Parkettlegemeister Falk Schmidt (r.) und Leopold Müller schleifen den Fußboden im Glasmuseum in Weißwasser. 140 Quadratmeter Parkett werden geschliffen und versiegelt und ein Ofenfundament neu mit Parkett versehen.
Foto: J. Rehle